Für die Kinder dieser Welt

Die UNICEF Preisverleihung für den Juniorbotschafter 2011 in Frankfurt

Frankfurt am Main, 30. Mai 2011. Knapp 700 Kinder fieberten der UNICEFPreisverleihung in der Frankfurter Paulskirche entgegen. Wer wird Juniorbotschafter 2011? Gewinnen wir einen Extra-Preis oder vielleicht doch einen der fünf Hauptpreise? Diese Fragen stellte sich jedes der Kinder aufs Neue.

Alles begann mit einem Rap auf Spanisch, der von einer Berliner Schulklasse einer bilingualen Schule vorgetragen wurde. Diese Gruppe nennt sich „BOP Radio“ und hat den Song, der von Kinderrechten und den schlechten Verhältnissen in Afrika und Südamerika handelt, mit einer kolumbischen Rapperin ausgearbeitet. Der Rap war ein voller Erfolg und berührte das gesamte Publikum. Nach lang anhaltendem Applaus eröffneten die KiKa-Live Moderatoren Ben und Jass die Sonderpreisverleihung.

Der 1. Platz ging an die Klasse 4a aus der Fehrs-Schule Itzehoe/Schleswigholstein. Die Schüler nannten ihr Projekt „Bücher statt Ballern – Bildung für Ghana“. Sie gewannen den Preis für das erste Onlinevoting auf der Website younicef.com. Hier konnte jeder der wollte mit seiner E-Mail Adresse für das Projekt abstimmen was ihm am besten gefiel. Die zwei Stellvertreter der Klasse, Mergim Berisha (10) und Lea Stollenberg (9), stellten sich schon vor dem Beginn der Verleihung unserem Interview. Auf die Frage, wie sie denn überhaupt auf solch eine Idee, Spenden zu sammeln und Kuchen zu verkaufen, um dann das Geld in Schulbücher für ghanaische Schulen zu investieren, gekommen wären, antwortete der schon aufgeregte Mergim: „Die Idee haben wir aus dem Deutschunterricht. Dort haben wir die Kinderrechte behandelt und uns dazu entschlossen, uns für die Kinder in Not einzusetzen.“ Dies hielt wohl die Jury, und halten auch wir, für eine tolle Idee. Weitere Preise gingen an die Schüler des städtischen Gymnasiums Sundern, die ohne Hilfe von Außenstehenden einen Sponsorenlauf veranstalteten, die Grundschule Cappeln, die sich für Kinderrechte in europäischen Schulen stark machte, und an die Friedrichshainer Spatzen, die den Preis für das beste Lied über Kinderrechte erhielten. Der 5. Hauptpreis ging an Jule Jacobs (11) und Laila Dannhoff (12) mit dem Projekt „Spielen und Lernen statt Arbeit“, der 4. an die Streitschlichter AG der Alfred Wegener Schule Kirchhain und der 3. an  die Litzensee-Schule. Nachdem dann auch der 2. Hauptpreis an die  Klasse 5G1 der Heinrich-Böll-Schule aus Hattersheim vergeben wurde, folgte endlich  der Moment auf den alle warteten. Der 1. Hauptpreis wurde verliehen. Er ging an Malin Eh, die somit UNICEF Juniorbotschafter 2011 wurde. Sie setzte sich für die Seenomaden-Kinder in Thailand ein.

Der Jury gefiel, das Malin sich schon seit mehreren Jahren für Kinder einsetzte, die Hilfe benötigten. Diese Kinder würden leider keine Schlagzeilen verursachen, da es nur „kleinere“ Sachen sind, die diese Kinder verkraften müssen. Malin habe sowohl praktische Hilfe in Thailand geleistet als auch Informationsarbeit in Deutschland betrieben –und das alles ganz allein. Nach der Preisverleihung hatten wir die Möglichkeit ein Interview mit dem Geschäftsführer von UNICEF Deutschland, Christian Schäfer, zu führen. Auf die Frage, warum er überhaupt UNICEF beigetreten sei antwortete er: „Es gibt keinen schöneren Job, bei dem man Menschen helfen kann als diesen hier!“ Außerdem interessierte uns, warum die JuBOpreisverleihung hier in der Frankfurter Paulskirche stattfindet: Er antwortete: „UNICEF hat jedes Jahr eine Partnerstadt. Vor einigen Jahren war das Frankfurt. Damals stellte Frankfurt die Paulskirche für eine Preisverleihung zur Verfügung. Dies klappte so gut, dass wir uns entschlossen haben die JuBopreisverleihung immer in der Paulskirche zu veranstalten“.

Nach Herrn Schäfer äußerte sich noch KiKa-Moderatorin Jass vor unserem Mikrofon: „Welches Projekt hat dir am besten gefallen?“ – Jass: „Natürlich die Rapper Gruppe da sie aus meiner Heimat kommen, und die Streitschlichter AG. Das fand ich eine tolle Idee.“

„Hat es Malin verdient zu gewinnen?“ –  „Auf jeden Fall. Sie hat sich so sehr für Kinderrechte eingesetzt, dass sie gewinnen musste.“

Für uns hat  sich die Reise mit dem Zug nach Frankfurt auf jeden Fall gelohnt, denn es hat uns riesigen Spaß gemacht. Wir sehen es so wie Reporter Willi Weitzel („Willi will`s wissen“ auf KiKa): „Das Einsetzen für die Rechte von Kindern lohnt sich immer, ob mit Preis oder ohne, denn dass man die Welt für Kinder immer gerechter macht, wenn auch nur ein kleines Bisschen, das ist der größte Gewinn.“

Simon Prehm, Alexander Balters (8d)

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