Fukushima

Der Mensch hat die Atomkraft nicht unter Kontrolle

Wie alles begann …

Am 11. März 2011 um genau 14:47 Uhr erschütterte ein heftiges Seebeben, das die Stärke 9 hatte, Japan. Das Zentrum lag etwa 24,4 Kilometer unter dem Meeresboden des Pazifiks, vor dem Ort Fukushima, rund 250 Kilometer nördlich von Tokio. Es riss die Erde auf und erzeugte einen Tsunami. Eine riesige Flutwelle schwappte an die Küste und riss Häuser, Autos und Menschen mit sich. Der Tsunami überschwemmte auch einen Generator und verursachte so einen Stromausfall.

Was passiert ist…

Durch den Stromausfall, den der Tsunami auslöste, fiel die Kühlung in mehreren Reaktoren von Fukushima 1 aus. Im Reaktor 1 schmolzen am 12. März durch eine Explosion mehrere Brennstäbe. 3 Tage später waren die Brennstäbe in Reaktor 2 geschmolzen, radioaktives Wasser trat aus. Am selben Tag explodierte der Reaktor 4 und brannte.

Es gab mehrere Kernschmelzen. Der atomare Notfall wurde ausgerufen und Menschen im Umkreis von 20km wurden evakuiert. Es gab mehrere Tausend Tote. Viele Menschen werden noch immer vermisst.

Was passierte danach?

Es war schwer zu helfen, denn oft war es für Helfer zu gefährlich zu den Reaktorgebäuden zu gelangen. Viele Helfer hatten auch keine Ahnung, was zu tun war und waren dieser Aufgabe nicht gewachsen. Derweil versuchten Feuerwehrmänner, mit „Wasserkanonen“ die Brennstäbe zu kühlen.

Was bedeutet das für uns?

Fukushima war der Auslöser für unsere jetzige Atompolitik.

Plötzlich will Deutschland den Atomausstieg, und zwar so schnell wie möglich. Und die Demonstrationen und Mahnwachen helfen: Deutschland soll bis 2022 atomfrei sein. Und mehr Geld soll in den Bau von erneuerbaren Energien fließen.

Außerdem wurde jedes AKW in Deutschland und in der EU freiwillig unter die Lupe genommen. Wie sicher ist es z. B. gegen Flugzeugabstürze?

Das Ergebnis ist erschütternd: Kein deutsches AKW ist gegen einen Flugzeugabsturz gesichert. Der Umbau: zu teuer. So wurden nun schon 4 besonders gefährdete AKWs abgeschaltet.

Über Fukushima 1:

Fukushima 1 von Tepco (Tokyo Electric Power Company) ging 1970 an das japanische Stromnetz. Das AKW erzeugte 3 mal mehr Strom, als das größte AKW in Deutschland (Gundremmingen), rund 4.000.000.000 Watt (4.000 Megawatt).

Doch sicher war Fukushima 1 noch nie …

2008 floss radioaktives Wasser aus einem Brennstäbe-Aufbewahrungsbehälter.

2006 verdampfte radioaktives Wasser.

2002 entdeckte man Risse in Rohren.

2000 hatte ein Brennstab ein Loch, Fukushima wurde kurzzeitig abgeschaltet.

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Eine Antwort zu Fukushima

  1. Higanbana schreibt:

    Gut geschrieben, nur eine kleine Anmerkungen.

    Zitat: Der atomare Notfall wurde ausgerufen und Menschen im Umkreis von 20km wurden evakuiert. Es gab mehrere Tausend Tote. Viele Menschen werden noch immer vermisst.

    Die mehreren tausend Tote haben nichts mit Fukushima zu tun, sondern sind zum allergroessten Teil durch die Tsunamis gestorben. So wie du das geschrieben hast, klingt es, als ob das Ding in die Luft geflogen und tausende Menschen mit in den Tod gerissen hat.

    Durch das AKW sind bis jetzt nur ne Handvoll Leute, und der eine ist am 11.-12.3. ertrunken. Und bei den anderen bleibt zu pruefen, ob das nun wirklich die (nicht zu unterschaetzende) Strahlung oder doch mehr einfach Ueberarbeitung ist. Denn die Arbeitsbedingungen waren dort besonders am Anfang fast unmenschlich. Und ich habe nicht gehoert, dass sich das jetzt soooo stark verbessert hat.

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