Technik in der Schule

Seit vielen Jahren finden neue Medien und modernste Technik auch Verwendung in Schulen.

Computerräume, Beamer und Whiteboards gehören heute zur Standardausstattung einer modernen Schule.

Für die Schülerinnen und Schüler ist es immer eine besondere Stunde, wenn der Unterricht im Computerraum stattfindet oder ein Film angeschaut wird.

Einerseits natürlich deswegen, weil kein normaler, langweiliger Unterricht stattfindet, aber auch, weil man wieder in Berührung mit dieser faszinierenden Technik kommt.

Der Computer ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Wenn man keinen Computer zuhause stehen hat, wird man nicht nur ziemlich schief angeschaut, auch Referate  werden für Schüler zum Spießrutenlauf. Und nicht nur für die Zusammenstellung der Informationen oder sogar für ein ganzes computergestütztes, mediales Referat wird ein Computer benötigt, nein, auch beispielsweise für Fach- oder Hausarbeiten ist der Computer Standard. Natürlich kann man immer noch die Schreibmaschine vom Opa hervorkramen, aber wenn man erst mal einen Fehler drin hat oder einen Satz einfügen will… Dann gute Nacht!

Lexikons sind immer auf dem Stand, zu dem sie erstellt wurden. Das Internet hingegen bietet tagesaktuelle Nachrichten, das Internetlexikon Wikipedia ist erste Anlaufstelle, auch wenn es nicht von allen Lehrern gerne im Quellenverzeichnis gesehen wird. Dies zeigt, das Internet bietet immense Vorteile was die Aktualität und Ausführlichkeit betrifft. Musste man beispielsweise früher Fachbücher von der Bibliothek nach Hause rollen, da man natürlich nicht für eine Woche lesen 150 € auf den Tisch legt, so schleppt man heute einfach seinen „Schlepptop“ mit sich herum und kann auf eine Fülle an Internetseiten zugreifen, die das meiste auch noch kostenlos anbieten, auch wenn die Seriosität manchmal darunter leidet.

Je mehr Geld der Schulträger, das ist bei staatlichen Schulen meistens die Stadt oder der Kreis, der Schule zu Verfügung stellt, desto mehr Technik lässt sich (normalerweise) in der Schule finden. Private Schulen sind klar im Vorteil. Sie haben mehr Geld zur Verfügung, also können bessere und mehr neue Medien angeschafft werden, was sich auch in einigen Fällen positiv auf den Leistungsstand der Schüler auswirkt. Alleine für einen heutigen Mittelklasse Computer bezahlt man eben mal locker 600 bis 700 €.

Hinzu kommen noch Programme für die Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationen, Datenbank, elektronisches Periodensystem, Geometrieprogramm usw.

Doch gerade da kann man immense Kosten sparen. Anstatt Microsoft Office für 500 € in der Komplettversion zu kaufen, und dann auch noch Lizenzen für jeden Computerarbeitsplatz, könnte die Schule ganz einfach „freie Software“ einsetzen, das heißt, Programme, die völlig kostenlos sind und an denen jeder teilhaben kann, jeder kann mitarbeiten.

Solche Programme wie LibreOffice oder OpenOffice.org sind in ihrer Funktionalität angelehnt an kommerzielle Büro-Anwendungen und können von jeder Software gelesen werden, da sie ein freies Dateiformat verwenden.

Auch ist es sicherlich sinnvoll, in der Oberstufe in Tex (sprich: Tech) einzuführen, da Tex ein Programm ist, welches Texte, vor allem wissenschaftliche Arbeiten, optimal setzt und in Form bringt.

Doch nun zurück zum eigentlichen, „anfassbaren“, Technikeinsatz in der Schule.

In vielen Fächern werden manchmal Lehrfilme geguckt, die sehr interessant sind und zur sinnvollen Computernutzung beitragen. Die Lehrkraft muss allerdings jedesmal den Beamer holen oder die Schülerschaft in einen Medienraum führen, um den Film anzuschauen, auch muss sie erst den Film von zu Hause oder aus der Lehrerbibliothek entwenden, währenddessen kann kein anderer Kurs sich diesen Film zu Gemüte führen. Währen beim heutigen Hausbau „Connected Home“ bereits vielfache Verwendung findet, so laufen in der Schule immer noch viele Sachen parallel und ohne Bündelung und Organisation ab.

Die Zeugnisse werden zwar bereits gedruckt und nicht mehr mit Hand ausgefüllt, doch fehlt immer noch der gewisse, nicht kleine Kick, der die Schule in die heutige, technische Realität katapultiert.

Abschließend ist zu sagen, dass aufgrund von fehlenden Geldmitteln, die man lieber weiterhin in Griechenland steckt, und Unwissenheit die technischen Möglichkeiten nicht voll ausgeschöpft werden könne. Zwar gibt es bereits eine hohe Anzahl an Schulen, die eine erforderliche Mediale Ausstattung bieten, doch gibt es überall noch Probleme, die Computernutzung kann weiter ausgebaut werden.

Philipp Oberberg, 8b

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2 Antworten zu Technik in der Schule

  1. Thomas Nolte schreibt:

    Möchte jemand mit einem kreativen Video 30 Laptops für unsere Schule gewinnen?
    Es gibt einen Wettbewerb dazu: http://www.DigiLern.de (Einsendeschluss: 01.03.2012)
    Motivationsvideo: http://www.youtube.com/watch?v=HfdBTkyl2rw&feature=player_embedded

  2. Thomas Nolte schreibt:

    Lieber Philipp, mit den meisten Aussagen in Deinem Artikel bin ich einverstanden. Aber schieb bitte nicht den „bösen“ Griechen die Geldmittelknappheit der Schulträger in die Schuhe. Genauso könnte man behaupten, dass in NRW in den zurückliegenden Jahrzehnten lieber der Bergbau als die Bildung gefördert wurde.
    „Deutschland ist PISA-Letzter beim Einsatz des Computers in der Schule“, heißt es auf der Startseite http://www.tag-des-digitalen-lernens.de/ . Ich habe nichts dagegen, wenn Whiteboards (ein einziges in D49, bislang noch ohne installierten Computer, aktuelle Smartboard-Software und fest verkabeltem Internetanschluss), Laptops, iPads, Tablets, Smartphones im Unterricht konstruktiv benutzt würden. Aber schau Dir mal unsere Hausordnung in dem Punkt an!
    Bei mir rennst Du, was die Nutzung von Digitalen Medien und Sozialen Netzwerken in Schulen angeht, offene Türen ein! Ich war und bin am Adolfinum immer ein Vorreiter in diesen Sachen: 1996 holte ich – zusammen mit Herrn Canton – über die Initiative „Schulen ans Netz“ das Internet ins Adolfinum. Zunächst in den schülerselbstverwalteten(!) Internetkeller und dann in die Multimediaräume und das Selbstlernzentrum. Aus dem Internetkeller, der bei den Umbau- und Sanierungsarbeiten des Altbaus 2004-2006 im wahrsten Sinne des Wortes absoff, sollte mal ein Linux-Keller entstehen, aber das Interesse der Schülerschaft daran war gleich Null. Das Lernmanagementsystem „Moodle“ (in über 190 Ländern der Erde verbreitet), das ich am Adolfinum einführte, ist auch Open-Source-Software. Mit Hilfe der Internet-AG initiierte ich 2009 das „WikiFinum“, das als Wiki die Open-Source-Software „Mediawiki“ nutzt, soll auf lange Sicht das gesamte Wissen unserer Schule abbilden. Das hat sich aber noch nicht so richtig herumgesprochen und benötigt noch sehr viele verantwortungsvolle Autorinnen und Autoren, die gute Inhalte und Verlinkungen liefern.
    Der „Tag des digitalen Lernens“ wird am 8. März 2012 europaweit ausgerufen und in Deutschland u.a. von der privaten Lehrerinitiative http://www.wiki.zum.de (Zentralstelle für Unterrichtsmedien im Internet) unterstützt. Ob wir uns am Adolfinum daran beteiligen? Ich hätte große Lust dazu und würde mich freuen, wenn die SV und weitere interessierte Schüler und Lehrer mitmachen würden. Vielleicht geht dann ein Ruck durch unsere Schule …
    NB: Auf Youtube gibt es etliche interessante Clips zum Online-Lernen und zu Sozialen Medien, die die Notwendigkeit des digitalen Lernens in der Schule verdeutlichen. Ein Schulbeispiel aus Österreich (2008!): http://www.youtube.com/watch?v=jgOIpSOHQNU&feature=related . Und zu den Sozialen Medien: http://www.youtube.com/watch?v=jumtUQn9dUU&feature=related
    Noch Fragen?

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