Privatsphäre im Internet

„Das Internet vergisst nichts.“ Diesen oder ähnliche Sprüche hört man oft, doch darf man wirklich keine Fotos ins Internet stellen oder seine Kontakte in die iCloud legen?

Was passiert?
Wenn du die Google-Toolbar benutzt, kann sie auf die gesamte Website zugreifen. Sie weiß also, wo du gerade surfst und kann die Kennwörter, die du eingibst, auslesen. Ein anderer Spion von Google ist Google-Analystics. Das Tool kann in eine Website eingebunden werden und liefert dem Betreiber sowie Google Informationen. Aber auch Suchmaschinen sind nicht „ohne“. Wenn du in Google beispielsweise nach iPods suchst und Tage darauf nach Handys, bekommst du trotzdem Werbung von iPods. Im Internet hinterlässt du deine Daten-Spur.

Apple und Co. bekommen ihre Informationen aber auch aus den Clouds, Online-Speicher für Daten, etc., auf die die jeweiligen Betreiber zugreifen können.

Auch die E-Mail ist alles andere als sicher. Dein Anbieter, also web.de, live / hotmail, google Mail, etc., speichert die Mails und kann sie so lesen. Aber nicht nur der Anbieter! Jeder kann deine Mails lesen, denn die E-Mail ist so sicher wie eine Postkarte.

Wie ist das möglich?
Internet á la „made in Germany“: In Deutschland sind laut Gesetz die Datenschützer am Werk. Schlecht nur, dass die Datenspione in den USA oder sonst wo sitzen und dort gelten nicht so strenge Bestimmungen wie bei uns. Folglich können wir Deutschen wenig ausrichten.

Technisch sind (fast) keine Grenzen bei der Spionage gesetzt. Computer können sich alles merken, solange bis der Speicher voll ist. Milliarden Informationen über Menschen kann der Computer speichern. Aber nicht nur das: In Millisekunden werden Daten geändert, hinzugefügt oder gelöscht. Mit dem Internet, die Verbindung von Computern, können diese Informationen gesammelt und ausgetauscht werden – riesige Datenspeicher werden gefüllt.

Die Website kann dich durch eine eindeutige Nummer oder dein Benutzerkonto identifizieren. Diese eindeutigen Identifizierungsnummern werden auf deinem PC in einer Datei (Cookie) gespeichert*.

Selbst eigentlich vertrauenswürdige Webseiten –die die Daten angeblich nicht speichern- sind nicht sicher. Diese Website wird Bilder oder Werbung enthalten. Dein Webbrowser (z.B. Internet Explorer) muss die Werbung, Bilder, etc. oft von einer anderen Website laden. So besuchst du diese unbewusst, und die andere Website kann Informationen über dich erfassen.

Warum machen Websites das? / Warum sollte man sich schützen?Als Firma möchte man, dass seine Werbung nur Interessenten angezeigt wird. Sie bezahlen dann z.B. Google mehr dafür, dass Google ihre Anzeigen nur einer bestimmten Zielgruppe anzeigt. Um zu werben, werden auch gerne E-Mails benutzt, schließlich sind sie kostenlos. Darum haben sich Unternehmen darauf spezialisiert Informationen (auch die E-Mail-Adresse) zu sammeln.

Ein anderer Grund Daten zu speichern ist, dass Arbeitgeber vor der Einstellung von Mitarbeitern erstmal Informationen über diese suchen und gut dafür bezahlen. Hast du also einmal etwas, was deinem Arbeitgeber nicht gefällt, im Internet veröffentlicht, wirst du vielleicht nicht eingestellt.

Außerdem möchtest du ja nicht, dass du mit Aussagen in Verbindung gebracht wirst, zu denen du nun nicht mehr stehst – das Internet vergisst nichts.

Wie kann man sich schützen?
Die Antwort ist ernüchternd. Richtig schützen kann man sich vor den Datenklauern nicht. Du solltest einfach so wenig wie möglich von dir preisgeben. Meistens ist das leider nicht möglich, denn für Anmeldungen in sozialen Netzwerken, muss man seinen Namen usw. eingeben. Aber private Bilder, die du nicht jedem zeigen möchtest, solltest du nicht uploaden.

Im Endeffekt kommt es darauf an, wie viel Wert du auf Privatsphäre legst.

Folgendes kannst du versuchen:

  • Du kannst mehrere E-Mail-Adressen erstellen, um Spam zu vermeiden. Gib einfach bei jeder Frage nach deiner E-Mail eine andere an. Bekommst du dann auf einer Adresse mehrfach Spam, kannst du sie ja einfach löschen.
  • *Ein anderer wirksamer Effekt ist, die Dateien zu löschen, die versuchen zu identifizieren. Das geht im Internet Explorer mit Klick auf „Sicherheit -> Browserverlauf“ löschen.

Fazit
Der Schutz vor den Datendieben ist schwer. Sobald du im Netz surfst, hinterlässt du eine Daten-Spur.

Google und Co. wissen am Ende, was du magst, was nicht, wer deine Freunde sind, was du den Tag über machst, ob du ein Junge oder Mädchen bist, auf welche Schule du gehst, und, welche Hobbys du hast, und, und, und.

Datenschutz: Von gar nicht im Internet surfen bis zur Adresse mit Telefonnummer im Chat angeben ist alles möglich. Du solltest ein Mittel finden, das zu dir passt.

„Privat im Netz“– ein Thema, dass noch lange im Gespräch bleiben wird.

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2 Antworten zu Privatsphäre im Internet

  1. Dennis schreibt:

    Schoener Blog, gefaellt mir sehr. Auch gute Themen.

  2. Fledermaus schreibt:

    ich find den Artikel richtig toll!!!!
    Da bekommt man alle Informationen auf wenig Text. Sehr informativ!

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