Eine zerstörte Kindheit – voller Blut und Krieg

Noch immer müssen auf der Welt viele Kinder in Bürgerkriegen gegeneinander kämpfen.

Moers. In der glühenden Hitze Afrikas hört man immer wieder Schritte von vielen Füßen. In vielen Reihen marschieren, mit Panzerfäusten und Gewehren bewaffnet, Kinder, manche nicht älter als zehn, zwölf Jahre alt. Sie sind unterernährt, misshandelt und ihren Familien entrissen. Nur selten denken wir an sie, wenn wir gemütlich im Liegestuhl ein Eis essen. Aber es gibt sie leider doch: Kindersoldaten.

In den Bürgerkriegsregionen waren und sind sie in Afrika immer noch verbreitet. Mädchen und Jungen  werden meist erst nur geringfügig ausgebildet und müssen dann ab einem Alter von 13 Jahren kämpfen, manchmal auch schon früher. Da Kinder sehr empfänglich für Parolen sind und dadurch mehr Risikobereitschaft zeigen werden sie vor allem rekrutiert. Außerdem können sie leichter gefügig gemacht werden. Die Waffen sind meist noch nicht für die Kinder geeignet, so werden kleine Kinder nicht selten von den Rückschlägen der Gewehre umgerissen. Auf Grund schlechter medizinischer Versorgung sterben viele Kinder früh an Malaria und anderen Krankheiten. Ein weiteres Problem ist die Wasser- und Lebensmittelversorgung. In den Wüstenregionen Afrikas ist es für die Kinder, die fürs Wasserholen zuständig sind, schwer Wasser  zu finden. Wenn dann nur wenig da ist, wird an den Kindern gespart. Hunger ist ebenfallsein ständiger Begleiter, da das was Einheimische anbauen gerade einmal für sie selbst ausreicht. Nicht selten werden Mädchen auch noch sexuell misshandelt, ohne, dass sie sich wehren können.                                          Hoffnung gibt es kaum für die Kindersoldaten, da Fliehende in der Regel von den Warlords, die ein Terrorregime führen, erschossen werden. Die Überlebenden leiden später lange noch an psychischen Problemen. Das reicht vom überreagieren bei plötzlichen Geräuschen bis hin zu schweren Depressionen. Meist haben sie keine Familie mehr, da sie Waisen sind oder die Eltern die Kinder an die Warlords verkauft haben. So brauchen ehemalige Kindersoldaten Jahre um die schrecklichen Geschehnisse zu verarbeiten.                                                                Für die im Genfer Abkommen eigentlich verbotenen Kindersoldaten gibt es zum Glück jedoch einige Hilfsorganisationen, z.B. terre des hommes, Unicef oder Missio, die ihnen helfen. Die Hilfe ist jedoch schwer, da die Regionen schwer erreichbar sind und die Warlords die Kinder nicht gehen lassen. Im Übrigen gibt es einen (noch nicht anerkannten) Welttag für Kindersoldaten. Deutschland stellt sich eindeutig gegen Kindersoldaten, so hat Deutschland auch das Genfer Abkommen unterschrieben. Auf lange Sicht gesehen gehen die Zahlen glücklicherweise zurück. So gibt es jetzt nur  noch ca. 250 000 (1996 waren es noch rund 300 000) Kindersoldaten (unter 15Jährige). In Zukunft können wir nur hoffen, dass die Zahlen weiter zurückgehen. Wir müssen alle dafür sorgen, dass Hilfsorganisationen  weiter mit ihrer Hilfe vorankommen und so hört man dann vielleicht nicht mehr, dass Marschieren von Kindern, mit Panzerfäusten und Gewehren bewaffnet, durch die glühende Hitze Afrikas.

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