Popularität? – Fehlanzeige

Was ist das eigentlich: „Parkour“ –  und warum diese Sportart  nicht sehr populär ist
Du läufst gemütlich durch Berlin, links und rechts siehst du überfüllte Geschäfte und Cafés. Alles ist gerammelt voll, aber nichts ist hektisch. Auf einmal rempelt dich jemand an, nur ein kleiner Stoß, aber dein heißer Kaffee, den du vorher in der Hand hattest, liegt verschüttet auf dem Boden und macht dich wütend. Der Rempler ist nicht mehr zu sehen, nur ein gerufenes „‘Tschuldigung“ ist zu hören. Da oben, dort auf dem Dach steht er und grinst runter. Noch während du grübelst, wie er so flink dahin kam, rennt er schon wieder über die Dächer hinweg.
Jetzt stellt sich die Frage: Wie ist er dahin gekommen? Was für eine Technik benutzt er? Das, was der flinke Rempler betreibt, nennt sich Parkour.
„parcours“, im Französischen bedeutet es „Kurs“ oder „Strecke“. Parkour ist eine Sportart, bei der man vom Prinzip her auf einer Land- oder Stadtkarte einen Strich von einem Punkt A zu einem Punkt B zieht. Diese Strecke versucht man zu laufen, egal, ob über Häuser oder Straßen, Bäche oder Flüsse. Gegenüber der „Men’sHealth“ erklärte der Profi-Traceur (Parkourläufer) Andreas Kalteis: „Das Schwierigste ist, die Blockade im Kopf zu lösen.“ Denn ein 5m Sprung ist schon schwieriger als ein 2m Satz; wenn es dazu noch über Häuser geht, ist der Respekt riesig. Laut Kalteis sei es wichtig sich langsam ranzutasten, damit das Manöver kein böses Ende nimmt.
Zum Rantasten an die großen Sprünge gehört klarerweise das Training. Anfangs sollten mehrmals hintereinander kleine Hürden benutzt werden. Zudem ist es hilfreich, wenn der Untergrund weich ist, denn sonst wird die Landung wohl zu anspruchsvoll für den Körper. Mindestens 30mal sollten die verschiedenen Bewegungen durchgeführt werden, oft auch häufiger bis der Flow, also die Flüssigkeit der Bewegungen, da ist.
Damit die Traceure sich problemlos bewegen können, werden von ihnen nicht zu enganliegende Anziehsachen und von einigen Schweißbänder getragen. Knie- und Ellenbogenschoner sind in den ersten Tagen durchaus sinnvoll.
Bei Parkour soll man laut David Belle, dem Begründer des Sportes, eins mit dem Körper werden und alles um sich herum vergessen. Der Sport wird alleine betrieben, um keine Konflikte mit dem Mitläufer zu haben. Da David Belle meint, dass Wettbewerbe gegen die Philosophie des Sportes seien, finden keine Contests statt. Lediglich für freerunning, eine Mischung aus Parkour und Akrobatik, werden Contests von „Red Bull“ ausgetragen.
Mehr als 10.000 Menschen gehören zurzeit zur Parkour-Szene. Aber nicht jeder, der eine Parkour-Bewegung ausführt, kann sich sofort Traceur nennen. Der schon vorhin genannte Profi Andreas Kalteis erklärte der „Men’s Health“ auch, dass er nicht verstehen könne, warum Parkour als Sportart keine große Popularität hat. Denn alle Alltagswege würden durch Parkour deutlich kürzer. Vielleicht helfen einige Szenen in Filmen und Videos, wie zum Beispiel bereits im James Bond Film „Casino Royale“ oder in einem Musikvideo von dem angesagten Musikproduzenten David Guetta, die Rennsportart bekannter zu machen. Wir werden sehen, ob bald mehr Leute über die Dächer rennen…

Anna Faust, 8a

Übersicht der Grundbewegungen

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