Handykonsum – Zu viele Jugendliche sind abhängig von ihrem Mobiltelefon

Moers. Im Leben eines Jugendlichen spielt das Handy eine sehr wichtige Rolle. Teenager tragen es immer bei sich, so dass sie jederzeit und überall erreichbar sind. Häufig merken sie nicht, dass sie es so oft benutzen und nicht mehr ohne dieses Kommunikationsmittel leben können.


Eine eigene Umfrage ergab, dass Erwachsene in den meisten Fällen das Handy nur nutzen, um für ihre Familie und den Beruf erreichbar zu sein. Sie können oft nicht verstehen, warum ihre Kinder so viel Zeit damit verbringen, denn zu ihrer Zeit war es noch nicht so wichtig wie heute. Außerdem finden Eltern den hohen Gebrauch nicht gut, da sie gesundheitliche Sorgen haben. Wissenschaftler von der US Environmental Health Trust fanden heraus, dass Kinder bei einem häufigen Gebrauch gefährlich hohe Dosen an Mikrowellenstrahlung abbekommen. Die Strahlenaufnahme bei Kindern ist zehnmal höher als bei Erwachsenen.
In der heutigen Generation gehört das Handy zu der Grundausstattung eines Teenagers. Jeder besitzt eins und nur Wenige können sich ein Leben ohne es vorstellen.
Ein wichtiger Grund des hohen Konsums ist das Zugehörigkeitsgefühl.Diejenigen, die kein Handy besitzen, stehen unter einem enormen Gruppendruck und werden oft von ihren Mitschülern ausgeschlossen.
Die Frage, ob die Teilnehmer der Umfrage ein Handy haben, beantwortete jeder mit einem direkten „Ja“. Von elf interviewten Jugendlichen haben neun denselben Handytarif, da man so günstiger mit seinen Freunden in Kontakt bleiben kann. Vier Teenager können sich ein Leben ohne Handy vorstellen, weil sie lieber „reale Gespräche führen“, oder sich mit ihren Freunden treffen. Sieben erklärten, dass ein Handy heutzutage „lebenswichtig“ sei und dass man ohne nicht mehr dazugehören könne und so automatisch nicht mehr „beachtet“ würde.
Alle der befragten Teenager benutzen ihr Mobiltelefon um zu telefonieren und zu simsen. Daraus konnten wir erschließen, dass Nutzer ihr Handy hauptsächlich benutzen, um mit Freunden zu kommunizie-ren. Viele verwenden es auch als MP3-Player, um im Internet zu surfen, oder einfach nur zum Spielen und Fotos zu machen.
Eine Studie des Medienpädagogischen Forschungsbundes Südwest hat ergeben, dass im Jahre 1998 nur acht Prozent der Jungen und Mädchen über ein Handy verfügten, 2008 jedoch 52,5 Prozent. An die-sen Zahlen kann man erkennen, dass Handys im Laufe der Jahre immer wichti-ger geworden sind. Früher konnte man lediglich damit telefonieren, weshalb es auch oft „Handtelefon“ genannt wurde. Heute verfügen die Mobiltelefone durch die immer neuen Techniken über mehr Funktionen, wodurch deren Beliebtheit stets weiter steigt. Dennoch sollte man die Macht des Handys nicht unterschätzen, da ein zu hoher Konsum abhängig machen kann.

Lara Baglikow und Assia Riad

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Eine Antwort zu Handykonsum – Zu viele Jugendliche sind abhängig von ihrem Mobiltelefon

  1. Thomas Nolte schreibt:

    Geht es um Handys (Mobile Phone) oder um Smartphones? – Bei Letzterem bieten sich Dank günstiger werdender Flatrates Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten, die Eltern / Lehrer oft nicht überblicken. Der gesundheitliche Aspekt (Strahlung) sollte sehr wohl bedacht werden. Ansonsten würde ich mir bei Schülern (und Lehrern ;-)) eine produktive Nutzung der digitalen Endgeräte wünschen (Lernen und Gedankenaustausch, statt rein oberflächliche Unterhaltung).

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