Doping und seine Folgen

 Peter liegt im DopingKrankenhaus, aber die Ärzte wundern sich, warum er nun einen Herzinfarkt hatte, da er eigentlich kerngesund scheint. Peter aber weiß es besser: Er hatte gedopt.

Da er im Radsport ein guter Profisportler war, hatte er, um mithalten zu können, auch gepfuscht. Erst waren es nur kleine Mengen Epo und Betamimetika, welche frei im Internet bestellen konnte. Dabei machte er es sich zu Nutze, dass bei manchen Wettbewerben es erlaubt ist, Dopingmittel zu besitzen, wenn man sie nicht benutzt. Außerdem ließ er sich von einem Arzt bescheinigen, ein Asthmathiker zu sein, um das Betamimetikum, welches für von Asthma Betroffene legal ist, frei von Sorge einnehmen zu können. Zu seinem Glück waren die einzigen Nebenwirkungen der Betamimetika, dass der Herzschlag ein wenig anstieg. Bei Epo hatte er etwas weniger Glück, da jenes Mittel durch den Vorteil der vermehrten roten Blutkörperchen im menschlichen Blut auch einen verherenden Nachteil, den schon mancher Radfahrer mit dem Leben bezahlt hat mit sich bringt. Da das Blut jetzt mehr rote Blutkörperchen hat,  ist das Blut etwas dickflüssiger und passt jetzt nur noch mit etwas Mühe durch die kleinsten Blutgefäße in Hirn, Herz und anderen Organen. Da der Körper während des Sportes schwitzt, wird auch noch Flüssigkeit aus dem Blut genommen, sodass es noch dickflüssiger wird. Dies kann dann dazu führen, dass sich eine Thrombose bildet und damit das genaue Gegenteil vom gewünschten Effekt des besseren Sauerstofftransportes nämlich ein totaler  Stillstand in der  Region des Körpers stattfindet. So kam es zu seinem Herzinfarkt. Da die Betablocker keine schwerwiegenden Nebenwirkungen haben, empfahl Peter sie auch seinem Freund Heinrich, dessen Spezialgebiet Biathlon war. Als dieser sich dann voller Freude ins nächste Rennen stürzte, da er dachte, er würde allen davon rasen, was auch so geschah, aber: Voller Energie wie er war, traf er nicht auch nur einmal die Zielscheibe- und verlor letzten Endes. Im Gespräch mit Teamkollegen in der Kabine erfuhr er, dass eine der Nebenwirkungen der Mimetika ein leichtes Zittern in den Händen ist, welches wohl den Ausschlag für die nicht getroffenden Scheiben gegeben haben musste. Auf deren Tipp hin versuchte er es mit Erfolg mit Betablockern. Da die Wirkung dieser Medikamente genau dem Gegenteil der Betamimetika entsprechen konnte er nicht nur besser zielen, sondern es nahm ihm auch das Lampenfieber, unter dem er schon so oft gelitten hatte und das ihn so oft vor dem Start zur Toilette getrieben hatte. Da es leider kein Medikament ohne Nebenwirkungen gibt, musste er nach dem ersten Rennen die erste Bekanntschaft mit seinen jetzt neuen Asthmaanfällen machen. Da sie in letzter Zeit sehr viele Gerüchte über weitere Gefahren vernahmen beschlossen sie sich im Internet schlau zu machen und erfuhren, dass beim Gewichtheben mit Hormonen die besten Erfolgschancen versprach, diese aber häufig zu Herztod durch mangelnde Durchblutung des Muskels führten. Da aber die andere Wirkung der Anabolika nämlich eine geringe Vermehrung und starke Größe der Zunahme  der Muskeln die meisten Sportler in seinen Bann zieht, nehmen sie gerne und häufig jene Risiken, die das Doping mit sich bringen, in Kauf. http://www.euromuskeln.com/354/eprex-epo-3-000-iu-kaufen/ ist nur eine von vielen möglichen Internetadressen, wo man Dopingmittel aller Art bestellen kann. Wer es allerdings vorzieht, keine Spuren im Netz zu hinterlassen, denen die Fahnder später auf die Schliche kommen könnten, kann auch zum nächstgelegenen Fitnesscenter gehen: Unter dem Ladentisch werden Anabolika, Steroide zum schnelleren Abklingen von Trainingsbeschwerden und andere leistungssteigernde Mittel verkauft- schließlich lebt der Centerbetreiber von zufriedenen Kunden, die einen Fortschritt auch im Spiegel sehen wollen.  Man versucht neuerdings mit immer besseren Mitteln den Dopingsündern auf die Spur zu kommen, da laut fussballdoping.de alleine schon im Fußball 177 Fälle in der Datenbank zu verzeichnen seien, obwohl Fußball traditionell ein eher Doping -freier Sport ist. Da leider die Anti-Doping-Agentur mit den Tests meistens hinterherhinkt, müssen sie die meisten Blutproben wieder einfrieren in der Hoffnung, die Probe später dann mit besseren Methoden untersuchen zu können. Dann nimmt man auch lieber in Kauf, dass man Titel wie den von Lance Armstrong wieder aberkennen muss .Obwohl im Netz eigentlich Informationen über die Nachteile von Doping frei verfügbar sind , geht die WADA von nachgewiesenen 1-1.5%  gedopter Athleten aus, mit einer allerdings viel höheren Dunkelziffer, ohne die die Leistungsexplosion mancher vorher nie in Erscheinung getretener und daher nie kontrollierter Sportler kaum zu erklären ist. Bei Freizeitsportlern, die keinen Teamarzt haben soll aber laut Focus der allgemeine Einsatz von leistungssteigernden Mitteln ebenfalls weit verbreitet sein. In einer Befragung des Niedersächsischen Innenministeriums gaben 15% der Befragten 19-25 Jährigen an, persönlich dopende Freizeitsportler zu kennen, und fast 81% wussten auch welche Medikamente in Frage kommen würden und wo sie zu beschaffen wären. Hier ist also noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten, damit es keine weiteren Fälle wie Peter gibt.

 Malte Haßelberg

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