James Paper und die Vampire

Es war ein schöner Tag und ich saß bei einem Eistee mit meiner Frau –Mrs. Gina Paper – im Garten. Die Vögel zwitscherten und die Blumen strahlten mit ihrer Schönheit, als wollen sie einen Wettbewerb gewinnen.
Miss Clock! Wir benötigen noch eine Kanne Eistee“, rief ich unserer Haushälterin Miss Clock zu. Miss Clock ist eine blonde, hübsche, nette und junge Dame. „Ich komme!“, rief sie. Kurz darauf erschien sie mit einer Kanne Eistee, als es Ring-Ring machte. Das Telefon. Schnell stellte sie die Kanne ab und eilte zum Telefon, mit welchem sie kurz darauf wieder erschien. „Hier ist ein gewisser Herr Antik der sie sprechen möchte.“ „Geben sie schon her!“, sagte ich daraufhin barsch. Miss Clock übergab mir den Hörer.
„Hallo. Hier James Paper.“
„Mhh… Ich verstehe! Also wieder Probleme mit den Vampiren. Natürlich kommen wir sofort. Wir bringen eigenes Personal mit. Also wir bekommen eine Villa und einen Mietwagen, richtig?“
„Ja, gut. Tschüss!“, und ich legte auf, „Gina, Schatz, pack doch bitte deine Sachen! Und sie Miss Clock auch und bereiten sie alles für die Abreise vor! Es geht gleich schon los.“
Bevor es losging, brach Hektik aus. Kennt ihr das auch: Ihr sei vor einer langen Reise und denkt ständig etwas vergessen zu haben? So zumindest war es bei uns.
*
Mit einem Mietwagen fuhren wir vom Flughafen aus zur Villa. Die Villa war groß, weiß und lag mitten in einem Park mit See, in welchem man baden konnte. Miss Clock bereitete uns etwas zur Stärkung, was wir daraufhin alle auf der Veranda verzerrten. Ich sage euch: In Transsilvanien gibt es das klarste Wasser und das beste Obst. Ich hätte platzen können, so gut war das Essen!
Endlich traf die Post ein. Drei Briefe für Gina, einer für Miss Clock von ihrer Schwester und einer für mich:

Lieber James,
ich hoffe, ihr seid gut angekommen und die Villa gefällt euch!
Morgen gibt es im Schloss Felixitus (Bernnardstr.1, 89356 Transsilvanien) einen Ball zu dem Du und Gina herzlich eingeladen seid. Ihr könnt gerne noch jemanden mitbringen! Aber Achtung! Auch die Vampire werden dort sein. Also nimm dich in Acht!
Mit freundlichen Grüßen
Ankelko Antik
 

Morgen ein Ball. Eine tolle Vorstellung. Wart ihr auch schon einmal auf einem Ball? Ich schon öfters, aber noch nie auf einem mit Vampiren.Ich sagte den Damen Bescheid und diese waren außer sich vor Freude. Da meine Frau und Miss Clock miteinander befreundet sind, mussten beide erstmal die Frage klären, welches Kleid sie morgen tragen würden. Gestern hatte ich den restlichen Tag Ruhe gehabt, da die beiden Damen auf einer Shoppingtour gewesen waren.
Nun fuhren wir zum Ball. Wir waren schnell dort, da es bis zum Schloss nicht sehr weit war. Der Ballsaal war aus purem Marmor mit hübschen Goldverzierungen. An der Seite war ein Büffet mit den teuersten und besten Köstlichkeiten aufgebaut. Die Damen und Herren stellten sich nun jeweils in einer Reihe auf und die Musik begann. Als erstes tanzte ich mit meiner Frau Gina, diese wurde von Miss Clock abgeklatscht und diese wiederrum von einer gewissen Power Paula. Es war ein tolles Menuett. Nun aber verspürte ich Hunger und Durst. Power Paula begleitete mich zum Büffet und zeigte mir die Speisen und Getränke, die ihrer Meinung nach die Besten waren.
Ich aß gerade eine köstliche gefüllte Teigrolle, als ein Schrei ertönte und dann noch einer.
Ich drehte mich um und sah jeweils einen Vampir bei meiner Gina und Miss Clock die, die beiden Damen beißen wollten! Für eine Sekunde setzte mein Herzschlag aus. Doch dann stürzte ich mit Kampfesgebrüll zu meiner Frau und schlug dem Vampir ins Gesicht. Ein Mann wollte mir zur Hilfe eilen bekam aber von dem Vampir einen Kinnhacken verpasst und sank zu Boden. In diesem Moment schubste ich Gina zur Seite, die von Angst wie gelähmt war, und zog meinen Degen. Ich versetzte dem Vampir jeweils einen Schnitt von der Schulter bis zum Handgelenk und es fing – oh Wunder – an zu bluten. Diese Wesen waren also verletzbar und dann konnte man sie wahrscheinlich auch töten! Der Vampir war von meinem Angriff überrascht und sog scharf die Luft ein. Diesen Moment nutzte ich und stach ihm mehrere Male durch die Magengegend. Qualvoll ging er zu Boden. Habt ihr auch schon einmal so eine Schlacht geführt? Und genießt ihr diese Momente im Kampf? Ich liebe sie! Vor allem, wenn ich führe und Blut fließt.
Plötzlich ertönte ein Kreischen. Miss Clock! Es ging nur noch um Sekunden und ich näherte mich dem Vampir rasant von hinten. Als ich nah genug war trat ich dem Vampir schwungvoll in die Kniekehle und er sackte etwas ein. Nun drehte er das Gesicht zu mir und schlug mir gegen die Wagen. Es brannte höllisch! Doch ich ließ mich vom Schmerz nicht irritieren und schlug dem Vampir kraftvoll mitten ins Gesicht. Seine Nase blutete stark und er sank stöhnend zu Boden. Als er sich gerade wieder aufrichten wollte stieß ich ihm mit meinem Degen mitten ins Herz und zur Sicherheit noch einmal in den Bauch. Nun war auch dieser tot. Jetzt aber näherten sich wütend die restlichen Vampire. Ein paar von ihnen hatten auch Degen dabei. Plötzlich spürte ich eine Spitze die sich von hinten in mein Bein bohrte. Der Schmerz war überwältigend. Mit meinem noch unverletzten Bein trat ich nach hinten aus und traf anscheinend das Knie des Angreifers, der daraufhin so weit nach hinten wich, dass die Spitze aus meinem Bein verschwand. Ich konnte mich nun wieder bewegen.
Ich drehte mich um und stach dem Vampir, der der Angreifer gewesen war, in die Magengegend und mehrere Male durch die Rippen. Als ich mich wieder umdrehte um die restlichen Vampire zu bekämpfen erhielt ich einen Schlag auf die Nase und ich biss mir auf die Zunge woraufhin ich den metallischen Geschmack von Blut in meinem Mund spürte. Ich holte mit meiner einen Hand aus, zielte auf das Gesicht des Vampirs der mir gegenüber stand und mich gerade zuvor geschlagen hatte und meine Hand schnellte nach vorne. Bewusstlos sank dieser zu Boden. Es waren nur noch zwei Vampire übrig. Der eine zückte unerwartet seinen Degen und versetzte mir in beide Arme und Beine mehrere Schnitte. Ich war am Ende meiner Kräfte aber wollte die beiden übrigen Vampire unbedingt noch töten. In Sekundenschnelle hatte ich einen Plan entwickelt. Ich sank stöhnend zu Boden. Ein Kreischen ertönte und durch meine halb geschlossenen Augen konnte ich sehen, dass es Gina gewesen war. Ich aber blieb reglos auf dem Boden liegen und öffnete die Augen soweit, dass ich sehen konnte wie die Vampire sich näherten und dass sich direkt neben mir ein zweiter Degen befand (mein eigener war noch in meiner Hand). Als die beiden nah genug waren erfasste ich den Degen neben mir und sprang auf. Ich versetzte beiden Stiche mitten ins Herz und die Vampire sanken zu Boden. Dann wurde alles Schwarz um mich.
Das alles ist nun schon 2 Monate her. Gina war erst sauer auf mich gewesen, weil sie gedacht hatte ich sei tot und sie viel Angst um mich gehabt hatte, aber das war schnell vergessen, da ich sie gerettet hatte und ein Held war.
Auch viele andere Leute sahen mich als Held an, da ich die Vampire ausgelöscht hatte. Nur mit Mühe konnte ich die vielen Geschenke ablehnen, die man mir für meine Heldentat überreichen wollte. Von dieser „Heldentat“ habe ich nur die übrigen Narben von meinen Verletzungen davongetragen. Die Geschenke will ich nicht, da es doch selbstverständlich ist so etwas zu tun. Aber doch! Ein Geschenk nahm ich an. Es war ein Geldgeschenk. Ich behielt das Geld aber nicht für mich, sondern spendete es einem Waisenhaus, das kurz vor der Pleite stand und die Kinder dort glücklich waren. Ich hatte es selbst gesehen!
So das war meine Geschichte für euch und glaubt mir sie ist wirklich geschehen!
Wenn ihr noch ein Abenteuer von mir hören wollt, schaut doch immer gerne vorbei.
Aber was ihr noch wissen solltet: Ich erzähle immer nur die Wahrheit! Denn Lügen haben ja bekanntlich kurze Beine!

Mona Hamid

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