Feiger Terroranschlag in Paris sorgt weltweit für Entsetzen

Der islamistisch motivierte Alogo-charlie-hebdonschlag auf die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo in Paris, der am 07.01.2015 von dem Brüderpaar algerischer Herkunft mit französischen Pass, Said (34) und Chérif Kouachi (32), verübt wurde, forderte 12 Tote – darunter zwei Polizisten, der Chefredakteur Stéphane Charbonnier, und mehrere Zeichner sowie 11 Verletzte, vier davon sehr schwer.
Die Kouachi Brüder erschossen beim Eindringen in das Redaktionsgebäude zunächst den Hausmeister am Eingang und drangen dann maskiert und mit Kalaschnikows und Raketenwerfern in das Gebäude ein. Vor der mit einem elektronischen Zahlencode versehenen Eingangstür des Redaktionsraumes begegnet die Zeichnerin Corinne Rey, die aus privaten Gründen verspätet zur Redaktionssitzung kam, den Brüdern. Unter Androhung von Gewalt zwangen sie Rey den Code einzutippen und die Tür zu öffnen. Gezielt und kaltblütig erschossen sie die Anwesenden im Sitzungsraum. Während der Tat riefen sie ihre Meinungen: „Allahu Akbar“ (Gott ist größer) und „On a vengé le prophète“ (Wir haben den Propheten gerächt). Gegenüber dem französischen Fernsehsender BFM TV äußerten sich die flüchtigen Brüder später, sie seien von Al-Qaida im Jemen finanziert. Zwei Tage später am Abend des 09.01. wurden beide Brüder gesichtet. Es gab eine Verfolgungsjagd zwischen den Brüdern und der Polizei. Schließlich flüchteten die Brüder nach Dammartin-en-Goële, eine Kleinstadt nord-östlich von Paris. Am Eingang einer Druckerei gab es eine Schießerei der Brüder mit den Sicherheitsleuten, bei der einer der Brüder verletzt wurde. Die Täter verschanzten sich in einer Druckerei wo sich auch ein Angestellter sich im Gebäude versteckte und die Polizei per Handy mit Informationen versorgte. Die Täter wurden getötet und der Angestellte unverletzt befreit.Hintergrund des Anschlags ist unter anderem die Veröffentlichung von Karikaturen in einem Sonderheft der Satirezeitschrift Charlie Hebdo. Dieses wurde unter dem Titel Scharia Hebdo am 2. November 2011 zum Wahlerfolg der Islamisten in Tunesien, wo „Mohammed“ als Chefredakteur genannt wurde. Charlie Hebdo veröffentlichte im September 2012 trotz eines bereits in den Redaktionsräumen verübten Brandanschlags im Jahre 2011 und zahlreicher Morddrohungen weitere Mohammed Karikaturen. Anfang März 2013 soll laut Bericht auf focus-online vom 08.01.2015 in dem Al Qaida Magazin „Inspire“, eine Mordanleitung zur Tötung des Chefredakteurs von Charlie Hebdo abgedruckt gewesen sein. Charbonnier, der Chefredakteur von „Charlie Hebdo“, der unter Polizeischutz stand, befand sich ähnlich wie andere Mohammed-Karikaturisten auf der Todesliste der Terror-Organisation.
Erklärtes Ziel des Terrornetzwerks Al-Qaida ist die Errichtung aller islamischen Länder und Gebiete sowie weitere Territorien umspannenden Gottesstaats für alle „Rechtgläubigen“. Zwischenzeitliche Ziele bestehen darin, die westlichen Staaten zu bekriegen, von denen sie annimmt, dass diese eine weltweite antiislamische Verschwörung anführen, sowie die Vernichtung Israels herbeizuführen. Laut Aussagen von Welt-online vom 10.01.2015 soll Said Kouachi im Jahre 2011 im Jemen unter Aufsicht der Al-Qaida den bewaffneten Kampf trainiert haben. Die Zeitung beruft sich dabei auf US-Sicherheitskreise.
Im Zusammenhang mit dem Anschlag am 7. Januar 2015 auf Charlie Hebdo überfiel Amedy Coulibaly, ebenfalls Islamist, am 09.Januar 2015 einen Supermarkt für koschere Waren im Pariser Osten, tötete 4 jüdische Menschen und nahm weitere Kunden als Geiseln. Coulibaly wurde bei der Stürmung durch die Polizei erschossen. Dem französischen Fernsehsender BFM TV gegenüber bestätigte Coulibaly zuvor telefonisch, er habe sich mit Chérif Kouachi, den er aus dem Gefängnis kannte, abgesprochen und kämpfe für die Terrorgruppe „Islamistischer Staat.“ Bei dem Interview passierte ihm jedoch ein Missgeschick. Nach dem Telefonat legte er den Hörer nicht richtig auf und so konnte die Polizei alles mithören was im Supermarkt passiert. Als Coulibaly zu beten anfing, stürmte die Polizei den Supermarkt und tötete Coulibaly. Unklar ist, inwieweit Hayat Boumeddiene, die mutmaßliche Freundin Coulibalys, an den Taten beteiligt war. Derzeit hält sie sich versteckt. Laut Spiegel-Online reiste sie bereits am 08.01.2015 über Istanbul nach Syrien aus. Das Auto, mit dem Amedy Coulibaly an den Ort der Geiselnahme an der Porte de Vincennes im Osten von Paris fuhr, ist auf Boumeddienes Namen registriert.

Bei der Terrorgruppe „Islamischen Staat“ (Abkürzung IS) handelt es sich um eine fundamentalistische Organisation, die das Ziel hat, den Kalifat (Gottesstaat) im Nahen Osten zu errichten. Und zwar im Gebiet der Staaten Syrien, Irak, Libanon, Israel, Palästina und Jordanien. Es gelten die Gesetze der Scharia: Frauen werden unter Androhung ihres Todes gezwungen, einen Schleier zu tragen. Der UN-Weltsicherheitsrat, die USA, Großbritannien und Deutschland haben die dschihadistisch-salafistische Gruppe als terroristische Vereinigung eingestuft. Seit 2013 baut IS den Terrorstaat auf. Die Islamisten beherrschen inzwischen ein Gebiet so groß wie Großbritannien, in dem rund acht Millionen Menschen leben. Hunderttausende sind vor dem Terror geflohen.“
Der IS war ursprünglich ein irakischer Ableger von Al Kaida. Weil der IS-Chef Abu Bakr al-Baghdadi aber seinen Machtanspruch über den Irak hinaus ausdehnen wollte, kam es zum Bruch mit der Mutterorganisation. Seit dem stehen IS und Al Qaida in Konkurrenz zueinander. Es geht vor allem um Macht und Einfluss und die Frage, wer die meisten Anhänger für sich gewinnen kann.
Derzeit besteht allerdings Sorge, dass beide Terrororganisationen sich im Kampf gegen „die Ungläubigen“ zusammen tun und eine Allianz gegen den Westen bilden könnten. Denn was, so die Süddeutsche Zeitung, beide Terrorgruppen aber weiter verbindet, ist der Hass auf den Westen und der neue Glaube, dass man auch mit einfachen Waffen wie Sturmgewehren oder Messern schreckliches Unheil anrichten kann. Terrorismus-Forscher Neumann: „Die Dschihadisten haben erkannt, dass sie mit komplizierten Plänen Jahre verschwendet haben“.

Hannah Kambartel & Laetitia Hoeninger, 7D

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