Großbritannien hat genug von der Eu:der Brexit

Es ist DAS Thema momentan: die Briten haben der EU den Rücken gekehrt und für einen Austritt gestimmt, ob es allerdings tatsächlich zum Brexit kommen wird, hängt vom Parlament ab.  Doch was verbirgt sich hinter dem sogenannten „Brexit“ und was werden seine Folgen sein?

Wie schon erwähnt, entschieden die Briten mit einer knappen Mehrheit, von nun an aus der EU, einem Zusammenschluss 28 europäischer Nationen, auszutreten. Der Austritt heißt offiziell „Brexit“, was sich aus „Britain“ und „Exit“ zusammensetzt. Tatsächlich waren nämlich viele Briten schon lange mit der EU unzufrieden: Großbritannien würde von der Europäischen Union benachteiligt; sie würden mehr Geld einzahlen, als ihnen im Gegenzug wieder zugute kommen würde und die EU sei undemokratisch. Zumindest hierbei gibt ihnen die Geschichte Recht: dass Großbritannien immer seinen eigenen Weg abseits der EU gehen sollte, löste schon in den 80ern Debatten aus, die allerdings wieder weitestgehend verebbten. Eine gemeinsame Währung, etwa den Euro, den die meisten Mitgliedsstaaten nutzen, gab es dort nie. Auch die Einwanderungspolitik vieler anderer Mitgliedsstaaten unterstützten die Briten nie. Da besonders dieses Thema in der letzten Zeit immer weiter in den Vordergrund rückte, entschieden sich die Briten für eine Volksabstimmung, die den Austritt besiegelte. Auch der Mord an Jo Cox, einer britischen Politikerin, die den Brexit massiv kritisierte, konnte daran nichts mehr ändern. Cox war am 16. Juni von einem Anhänger der rechten Szene angeschossen und niedergestochen worden und erlag kurz darauf ihren Verletzungen. Ob es jedoch wirklich zum Brexit kommen wird, entscheidet letztlich das Parlament; es ist jedoch sehr unwahrscheinlich, dass sich das Parlament gegen das Volk stellen wird, weshalb der Brexit so gut wie sicher ist.

Was die Folgen des Brexit angeht, so muss man nur einen Blick auf die Börse werfen: der sogenannte Brexit-Crash vom Freitag letzter Woche hielt Dax-Anleger in Atem. Hierbei erreichte die britische Währung,das „Pfund“, einen neuen Tiefpunkt seit 31 Jahren und sorgte weltweit für Anspannung. Obwohl die Kurse für Pfund und Euro, der ebenfalls im Zuge des Brexit-Crashs fiel, wieder steigen, sind eine komplette Erholung und kein neuer Absturz nicht garantiert.

Der Brexit wird auch die wirtschaftliche Bedeutung der EU im Vergleich zu China, den USA, Indien, etc., negativ beeinträchtigen und könnte Gegner der EU in anderen Ländern, die z.B. durch die Flüchtlings- oder Griechenlandkrise auf den Plan gerufen wurden, bestärken, zumal eben genannte Krisen die EU ohnehin schon auf die Probe stellen.

Aber nicht alle Staaten Großbritanniens schließen sich dem Brexit an: Nordirland und Schottland, in denen die Mehrheit für einen Verbleib stimmte, wollen unabhängig in der EU bleiben.

Doch zu diesem Zeitpunkt können nur Prognosen eingereicht werden- wie es mit dem Brexit  weitergeht, kann man nur erahnen.

Delia Schmitz, 7e

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