Spenden für Vileika: Unterstützung, die wirklich ankommt seit 25 Jahren

Auch dieses Jahr ist es wieder so weit: die jährliche Spendenaktion für Vileika steht an. Doch was sind eigentlich die Hintergründe? Weil uns als Zeitungsteam diese Frage wirklich interessiert hat, haben wir dazu ein Interview mit Herrn Syben geführt, der die Spendenaktion an unserer Schule initiiert.

Ganz allgemein gesagt ist die Spendenaktion ein jährlicher Hilfstransport für eine Internatsschule in Vileika, die die Kirchengemeinde Holten-Sterkrade zusammen mit unserer Schule organisiert. In der Schule leben 180 Kinder, von denen viele keine Eltern mehr haben und aufgrund des Reaktorunfalls von Tschernobyl Leukämie, Sprachstörungen oder weitere Handicaps haben. Die Regierung in Weißrussland kann die Versorgung der Kinder und über 100 Lehrer an der Schule allerdings nicht gewährleisten, wo wir ins Spiel kommen.

Alljährlich packen die Helfer der Kirchengemeinde und unserer Schule, darunter auch Herr Syben, alle Spenden, die sie erhalten haben, in LKWs und machen sich meist früh am Morgen auf den Weg nach Vileika. Die Fahrt sei beschwerlich; allein sie dauere 32 bis 34 Stunden, und hinzu kämen auch noch die Grenzkontrollen, so Herr Syben, aber das sei es wert.

Enstanden ist das Projekt 1991, als der damalige Jugendleiter des Kirchenkreises Oberhausen eine Reise nach Weißrussland machte und auf die dortige Situation aufmerksam wurde. Wie schon erwähnt, hatte sich kurz zuvor der Nuklearunfall in Tschernobyl ereignet und auch Weißrussland schwer getroffen. So gab es dort kaum Versorgung mit Nahrung oder anderen wichtigen Dingen. Das brachte die Gemeinde Sterkrade schließlich auf eine Idee; der Beginn eines Projekts, das auch ein Vierteljahrhundert später noch Bestand haben sollte, was damals jedoch niemand erwartet hatte. Über Herrn Syben, der als Pfarrer im Schuldienst Beziehungen zu der Gemeinde und zu unserer Schule hat, wurde schließlich auch unsere Schule auf das Projekt aufmerksam.

Aber die Aktion reicht weit über bloßes Spenden hinaus; sie dient auch der Völkerverständigung und Versöhnung von Weißrussland und Deutschland, dessen Soldaten im 2. Weltkrieg viele Menschen in Weißrussland ermordete. Das Projekt habe dazu beigetragen, das beide Länder sich annäherten und wieder Freundschaft schlossen, sagte Herr Syben zu diesem Thema.

Daher: mögen 25 weitere Jahre kommen!

An alle, die Interesse am Spenden haben: von Montag (26.09.) bis Freitag (30.09.) könnt ihr vor dem Unterricht oder in den Pausen am Vormittag in der Pausenhalle eure Spenden (am Besten: Pflanzenöl und Nudeln, oder auch ein Familienpaket; siehe ausgeteilte Flyer) abgeben!

Laura König, 8e

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