RoBots im Netz

Sogenannte „Bots“ (von Robots) sorgen in letzter Zeit für Aufruhr.stock-vector-chatbot-chat-bot-or-chatterbot-line-art-icon-for-message-apps-and-websites-404324308

Bots sind computergesteuerte Programme, die weitgehend automatisch Nachrichten verfassen. Dabei geben diese sich als „reale“ Personen aus und verschicken Kommentare mit bestimmten Intentionen. Auch bei den US-Wahlen wurden in den Sozialen Netzwerken, wie Facebook oder Twitter 1/3 der für Donald Trump sprechenden Kommentare von Robots geschrieben. Doch wer hat dies veranlasst? Etwa Trump selbst?

Oft wird daüber geredet, Putin, das Staatsoberhaupt Russlands, hätte das Interesse, Trump als US-Präsidenten zu sehen. Auch die CIA vertritt die Ansicht, russische Hacker hätten Einfluss auf den US-Wahlkampf genommen. Haben also russische Bots die Wahlen in den USA beeinflusst?

Eine Frage, die sich einigen nun stellen dürfte, ist, „Wie kann ich mich vor Bots „schützen“ ?“ und „Wie erkenne ich Bots?“. Die Antwort darauf ist simpler, als erwartet. Hierzu muss man sich folgende Fragen stellen:

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  • Erhält man ständige Selbstbestärkung von anderen?
  • Sind die Informationen nicht kontrovers und von Relevanz?
  • Liegen Falschnachrichten vor und/ oder geschieht (dadurch) eine Manipulation?

Erscheinen Nachrichten seltsam oder unpassend, sollte man durch diese Fragen überprüfen können, ob es sich bei der “ vorgegebenen“ Person um einen Bot handelt.

RoBots dienen dazu, Falschnachrichten zu verbreiten. Oftmals aber auch zielen sie darauf ab, Menschen in ihren Ansichten zu bestärken. Außerdem werden laut des Politik- und Computerwissenschaftlers Simon Hegelich Trends durch diese verstärkt. Dies kann meist negative Folgen haben. RoBots treten durch sogenannte „Fakeprofile“, bei denen sie authentisch wirkende Profilbilder mitsamt anderen Bildern posten, in Erscheinung. Dadurch sind sie oft nur auf den zweiten Blick von „echten“ Profilen zu unterscheiden.

Rechtlich gesehen ist ihnen jedoch nichts entgegenzusetzen. Politiker der Afd sehen diese als „nützliches Mittel“ an, um ihre Meinungen kund zu tun. Dies steht im Gegensatz zu den Ansichten der restlichen demokratischen Parteien Deutschlands.

Ethische Gesichtspunkte hingegen sprechen gegen die Verwendung von Bots: Menschen werden manipuliert und gezielt in ihren Ansichten gelenkt. In den sozialen Netzwerken können Massen im Meinungsbildungsprozess beeinflusst werden.

Meinungsbildung sollte daher nicht ausschließlich durch soziale Netzwerke erfolgen, sondern durch sichere Quellen und direkte Kommunikation und Diskussion. Wachsamkeit im Netz ist hierbei gefragt.

Lea Mielchen, 9c

 

 

 

 

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