Die 5e erstellt ihr eigenes Märchenbuch

Jakob aus der 5e berichtet über die Entstehung des Märchenbuches der Klasse 5e, welches für alle Interessierten in der Schülerbibliothek zur Verfügung steht. Als Leseprobe findet man unten das Märchen von Jakob.

Viel Spaß beim Lesen wünscht die Klasse 5e!

Dieses Märchen ist im Deutschunterricht in einem Projekt entstanden. In Gruppen durften wir uns so genannte Märchenerzählkarten aussuchen, auf denen bestimmte Orte oder Gegenstände standen. Diese mussten wir in unsere Märchen einbauen.

Aus allen Märchen der Klasse wurde dann eine Art Märchenbuch angefertigt. Die Originalversion könnt ihr in der Schülerbücherei lesen. Mir hat dieses Projekt sehr viel Spaß gemacht.

Die rote Blume

Es war einmal ein Bauer. Der hatte eine Familie mit Frau und Kind zu nähren, aber mit dem Geld ging es zu Ende und er hatte nichts als seine Lumpen am Leib. Die Tochter war ihm verstorben und auch mit ihm, seiner Frau und seinem Kind Erwin ging es zu Ende.

So ohne Hoffnung lief er in den Tiefen Wald hinein, um sich dort  vor dem Anblick seiner immer ärmer werdenden Familie zu schützen. Er wollte sie nicht tot sehen. Da kam er an einer Quelle vorbei. Das Wasser plätscherte und sprudelte, und er sagte sich: „Nun, da ich Durst habe kann ich mich am Wasser bedienen. Es ist niemandes Eigen.“ Doch die Quelle gehörte in Wahrheit der Hexe Uralta, und als sie ihn sah erzürnte sie furchtbar. Die Bestrafung des Bauern übernahm die Quelle selbst, denn sie war ein gebannter Zauber der Hexe und verwandelte jeden, der so töricht war, aus ihr zu trinken, in ein Tier, das die Dummheit des Trinkers darstellte. Sie verwandelte den Bauern in einen Esel. Der Esel rannte fort.

Währenddessen machte sich Erwin, der Sohn des Bauern, Sorgen. „Vater ist nicht zurück“, sagte Erwin. Die Mutter und der Vater hatten Erwin erzählt, dass der Vater Feuerholz sammeln wollte, damit Erwin sich nicht all so viel grämte. Er wollte den Vater suchen gehen, doch die Mutter, die nicht wollte, dass Erwin die Wahrheit erfuhr, hielt ihn zurück. Doch in tiefer Nacht machte sich der Bursche auf, seinen Vater zu finden. Er ging tief in den Wald. „Oh, es graust mich so im Dunkeln!“, sprach Erwin zu sich selbst. „Schuhu, schuhu, dann geh doch fort, dies ist kein sehr schöner Ort“, sagte eine Eule auf einem Baum, Doch Erwin ging weiter. Was er nicht wusste war, dass die Eule ein durch die Quelle verwunschenes Weib war. Bald kam Erwin an einen alten bedrohlichen Baum. „Oh, es graust mich so vor diesem Baum!“, sprach er. „Oh schöner Jüngling, dann geh doch fort, dies hier ist kein schöner Ort“, grollte ein Wolf, der aus dem Unterholz kam. Auch dieser Wolf war ein verwunschener Mensch. Doch Erwin ging weiter. Da sah er einen großen, grausigen Felsen, der aussah, als wäre er ein Maul. „Oh es graust mich so vor diesem Fels!“, sprach Erwin wieder. „Ssssss dann geh doch fort. Dies ist kein schöner Ort“, zischte eine Schlange, vor der Erwin zurückzuckte. Doch er fasste sich ein Herz und ging weiter. Er war kaum weit gelaufen, da sah er einen Esel. Er war grau und sah alt aus. „Bist du es, Erwin?“, fragte der Esel. „Vater! Ich erkenne deine Stimme, Vater!“, rief Erwin. „Was ist mit dir passiert?“ Der Vater erzählte Erwin alles. „Ich habe die Hexe gehört“, sprach der Esel. „Es gibt eine rote Blume im Innersten der Burg der Hexe. Sie heilt jeden bösen Zauber“, sagte der Vater.

So machte sich Erwin auf den Weg, das Schloss der Hexe zu finden. Nach drei Tagen und drei Nächten, in denen er Pilze aß und auf Moos schlief, sah er im tiefsten Wald die prunkvollen Türme des Schlosses. Er schlich sich hinein. Bald sah er die rote Blume in einer Vitrine stehen. Er zerbrach die Vitrine und langte nach der Blume. Doch die Hexe, die das Glas splittern gehört hatte, stellte sich ihm in den Weg. Da hatte Erwin eine Idee: Die Hexe war doch böse. Mit der Blume könnte er sich schützen. Also rannte er los und wehrte alle dunklen Flüche ab. Er langte vor und berührte die Hexe mit der Blume. Sie schrie los grässlich, dass alle Tiere Reißaus nahmen. Sie wand sich und ging in Flammen auf. Erwin aber eilte zu seinem Vater und befreite ihn von dem Zauber. Er holte seine Mutter aus dem Bauernhaus, und sie zogen in das prunkvolle Schloss der Hexe ein.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

 

Jakob Güldenberg, 5e

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