Hochspannung in 13 Kassetten

young-girl-531252__34013 reasons why- dieser Titel müsste im Moment zumindest jedem Serienfreund ein Begriff sein. Doch auch die Buchvorlage von „Tote Mädchen lügen nicht“, wie die deutsche Übersetzung lautet, hat es in sich- ein kurzer Einblick in Jay Ashers Bestseller.

Als Clay Jensen, ein eigentlich unauffälliger und normaler Schüler an der Liberty High, dreizehn Kassetten in einem Schuhkarton vor seiner Haustür findet, ahnt er nicht, was es mit diesen auf sich hat: sobald er auf Play drückt, beginnt Hannah Bakers Stimme zu erzählen. Zu erzählen darüber, wer sie jahrelang gemobbt hat, wer sie gedemütigt und verletzt hat- und wer sie auf diese Weise in den Selbstmord getrieben hat.

13 Personen sind es, 13 Geschichten, die Clay das Blut gefrieren lassen und ihn die Welt mit anderen Augen sehen lassen: sind seine Freunde die Menschen, für die er sie gehalten hat, oder die rücksichtslosen Monster, als die Hannah sie darstellt- und von denen Clay selbst eines ist…

Für mich persönlich war dieses Buch eines der wenigen in letzter Zeit, das mich die kompletten 336 Seiten lang durchgehend fesseln konnte, ohne dass die Geschichte brüchig oder vorhersehbar wurde. Ich habe bis zum Ende mitgefiebert, auch wenn ich schon vorher, durch die Serie, wusste, was passiert.

Dieses Buch ist zweifellos wie kein Anderes- und das nicht nur, weil es nicht davor zurückschreckt, Handlungen zu thematisieren und zu beschreiben, die gerade in der Jugendliteratur eher vermieden werden, sondern diese auch mit dem Schreibstil und der Spannung eines Thrillers kombiniert. Besonders Mobbing, das heutzutage gerade an Schulen viel zu häufig vorkommt, sowie Suizid werden aufgegriffen; daher aber auch mein Appell: dieses Buch ist keinesfalls für Kinder oder allgemein Menschen geeignet, die sich vor sehr ernsten oder psychisch belastenden Themen fürchten. Allen anderen würde ich allerdings nahelegen, 13 reasons why dringend zu lesen- nicht umsonst gehört dieses Buch zu den größten Bestellern seiners Erscheinungsjahrs 2009.

Delia Schmitz, 9e

 

 

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