Poetry Slam- Lyrik mal anders

 

Ein Poetry Slam, auf Deutsch etwa „Poesiewettstreit“, ist ein Wettbewerb, bei dem sogenannte Slammer selbstgeschriebene Texte in einer bestimmten Zeit vortragen. Es entstand 1986 in Chicago und ist mittlerweile eine weltweit bekannte Veranstaltungsform, bei der es sogar Regional- und Landesmeisterschaften gibt.

Das Interessante am Wettbewerb ist, dass das Publikum am Ende den Sieger bestimmt, meist durch eine Lautstärkemessung des Applauses. Außerdem gibt es mehrere Runden und am Schluss ein Finale zwischen den beiden beliebtesten Slammern.

Für den Text oder den Auftritt selbst gibt es kaum Regeln, lediglich die Zeit ist vorgegeben. Auch formale Vorgaben sind nicht vorhanden; der Text kann zwar ein Reimschema, Metaphern oder andere Stilmittel und weitere für Gedichte typische Elemente besitzen, muss er aber nicht.

Selbst die Themenwahl ist offen: es gibt politische oder lustige Texte, einige, die von persönlichen Erlebnissen handeln, „Liebesslams“ , gesellschaftskritische und einfach nur verrückte Slams.

Wenn ihr euch Poetry Slams anhört beziehungsweise anseht, werdet ihr merken, dass sie nicht einfach nur abgelesen werden. Die Slammer arbeiten mit ihren Stimmen, um Emotionen zu vermitteln; manchmal sprechen sie sehr schnell oder langsam, im nächsten Moment schreien sie das Publikum an. Dadurch wird man als Zuhörer auf ganz besondere Art und Weise bewegt, berührt und kann die Emotionen miteinander teilen.

Hier am Adolfinum wird das Thema oft als kleine Exkursion beim Thema Lyrik behandelt, sowohl in der siebten Klasse, der EPH als auch in der Q1. Hierbei werden nicht nur Poetry Slams über YouTube zusammen angesehen und evaluiert, sondern die SchülerInnen schreiben auch eigene Slams, die zu großen Teilen wirklich gelungen sind.

Wenn ihr euch dafür interessiert, mal einen solchen Slam zu besuchen, findet ihr regelmäßige Angebote im Bollwerk Moers; zum Beispiel am 22. Februar 2019 um 20 Uhr (nur Abendkasse 5/3 Euro).

Laura Marie König, Eph

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