Warum feiern wir Karneval?

Bald ist es wieder soweit. Die bunte oder auch fünfte Jahreszeit genannt – beginnt. Je nachdem wo ihr wohnt, kennt ihr Karneval vielleicht auch unter dem Begriff „Fasching“ oder „Fastnacht“.

Aber warum feiern wir eigentlich Karneval? Früher glaubten die Germanen (das sind Stämme, die in Mitteleuropa gelebt haben) an Dämonen. Im Frühjahr dann zogen sie mit teuflischen Masken umher um den Winter zu vertreiben. Dabei machten sie viel Krach damit die Wintergeister verschwanden.

Heutzutage feiern wir Karneval, damit wir uns noch einmal mit köstlichen Speisen und Getränken verwöhnen können, bevor die zweiwöchige Fastenzeit vor Ostern anfängt, die direkt am Aschermittwoch beginnt.

Bei uns an der Schule feiern wir keinen Karneval aber wenn ihr Lust auf eine Karnevalsparty habt, dann wäre der Kinderkarneval in Kamp-Lintfort vielleicht etwas für euch: Am 14.Februar 2023 von 16:11 bis 19:11 findet im mo.Event Zelt eine Party für Kinder statt. Karten könnt ihr unter http://www.viva-concepts-niederrhein.de erwerben.

Feiert ihr denn Karneval? Wenn ja, wie verbringt ihr die Karnevalstage? Schreibt gern in die Kommentare.

Margarethe, 6c und Charlotte, 5e

Kann das Gas in Deutschland knapp werden?

Auch wir kriegen die Auswirkungen des vor kurzem ausgebrochenen Ukraine-Kriegs zu spüren. Immer wieder hört man in den Medien das Stichwort „Gasknappheit.“ Bis jetzt besteht allerdings noch keine Gefahr. Um dafür Sorge zu tragen, dass dies auch so bleibt, werden die Erdgaspreise steigen. Die europäischen Regierungen werden den Verbrauchern dafür Steuererleichterungen und Subventionen gewähren. Die Speicher des Energieversorgers sind schon zu 88 Prozent gefüllt. Das liegt über den Durchschnitt (64 Prozent). Im langjährigen Mittel kostet eine MWh (Megawattstunde; Physikalische Einheit für Energie) Erdgas normalerweise zwischen 15 und 20 Euro. Aktuell liegt der Preis bei 65 Euro pro MWh und hat sich damit innerhalb von weniger Zeit mehr als verdreifacht. Das wird wegen des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine nochmal geschehen. Deutschland ist abhängig von Russland, da es ein Drittel seines Gas zu uns liefert. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Gaslieferung gestoppt wird, da sie deren Gas und Öl ja irgendwo verkaufen müssen und sie durch den Verbot des Verkaufs sehr viel Geld verlieren würden.

Verfasst von: Ana Richter

Eisbären und der Nordpol

Der Eisbar: ein kuscheliges Bärchen, oder? Seine Heimat ist der Nordpol, aber….krach, knacks. Am Nordpol bilden sich Risse. Die Heimat der Eisbären wird Tag für Tag weiter zerstört. Man denkt, der Nordpol hat eine ganz dicke Eisschicht, nein. Am geographischen Nordpol, bei -35 und -40 Grad, war von mächtigem Packeis keine Spur. Stattdessen nur eine äußerst dünne Eisschicht und Wasser, so weit man blicken konnte. Grund dafür ist die Ozon Schicht( Schicht um die Erde), die immer dünner wird, wo die Sonne (Sonnenlicht) mehr durchfällt. Das Sonnenlicht wärmt das Wasser und lässt den Nordpol langsam aber sicher schmelzen. Grund dafür, dass die Ozonschicht immer dünner wird, ist oder besser gesagt sind, die Autos, mit ihren Abgasen, Flugzeuge mit ihren Motoren und Fabriken, die immer mehr Schadstoffe in die Natur Auspuffen. Und dass sind nur ein paar Beispiele. Aber du/ ihr kannst/könnt die Abschmelzung des Nordpols zu stoppen. Du/ihr kannst/können mehr mit dem Fahrrad fahren, mehr Müll vermeiden und Müll sortieren, auch dies sind nur ein paar Beispiele. Danke, falls ihr versucht, die Eisbären zu retten.

Wenn du noch mehr Ideen hast, wie wir die Eisbären retten können, schreib doch einen Kommentar unter meinen Artikel!

Hier gibt es noch mehr Informationen: https://www.wwf.de/spenden-helfen/fuer-ein-projekt-spenden/eisbaeren

https://www.wwf.de/spenden-helfen/fuer-ein-projekt-spenden/eisbaeren

Kinder haben Rechte!

Kinder haben Rechte! – Daran soll international am 1. Juni der Weltkindertag erinnern. In Deutschland gibt es außerdem zwei weitere Gedenktage: Am 20. September und auch am 20. November, dem ,,Tag der Kinderrechte“, wird mit zahlreichen Projekten daran erinnert.

Hier sind die zehn wichtigsten Kinderrechte für euch aufgeführt:

  • Recht auf Gleichheit
  • Recht auf Gesundheit
  • Recht auf elterliche Fürsorge
  • Recht auf Bildung
  • Recht auf Spiel und Freizeit
  • Recht auf besondere Fürsorge und Förderung bei Behinderung
  • Recht auf freie Meinungsäußerung und Beteiligung
  • Recht auf gewaltfreie Erziehung
  • Schutz im Krieg und auf der Flucht
  • Schutz vor wirtschaftlicher und sexueller Ausbeutung

Nun fragt ihr euch vielleicht, warum es besonders für Kinder spezielle Rechte gibt, denn einige dieser Rechte gelten auch für Erwachsene. Allerdings benötigen Kinder besonderen Schutz und Förderung, weshalb für sie eigene ,,Kinderrechte“ gelten, die den verletzlichen Charakter eines Kindes berücksichtigen. Sie werden ihrem Alter gerecht, wodurch sie besondere Unterstützung und Schutz bieten.

Ein Recht steht dir zu, man kann es dir nicht verbieten und jeder muss es ernst nehmen. Aufgeschrieben sind die Kinderrechte in der ,,Konvention über die die Rechte des Kindes“. Diese haben fast alle Staaten der Welt unterschrieben und damit versprochen, sie umzusetzen.

Im Grundgesetz sind Kinder nicht als Rechtssubjekte, sondern nur als Regelungsgegenstand (Objekt der Eltern) aufgeführt. Das hört sich jetzt erstmal nicht so positiv an. Laut Artikel 6 Abschnitt 2 des Grundgesetzes heißt es: ,,Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht.“ Also gibt es die Kinderrechte auch aus dem Grund, dass der Schutz von Kindern im Grundgesetz nicht genug berücksichtigt wird.

Auch dieses Jahr gibt es zahlreiche Projekte am Internationalen Tag der Kinderrechte, bei denen sich Mädchen und Jungen weltweit für eine bessere Zukunft und ihre Rechte einsetzen.

Mit der bundesweiten Umfrage My place, my rights – Jetzt rede ich werden Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr zum Beispiel dazu aufgerufen, ihre Meinung zu sagen. Sie wurden gefragt, wie es ihnen in ihrem direkten Lebensumfeld geht. Was ist ihnen wichtig? Was muss verbessert werden? Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass viele Kinder und Jugendliche mitreden wollen, jedoch nie gefragt wurden. ( Weitere Ergebnisse findet ihr auf der Seite https://www.unicef.de/mitmachen/tagder-kinderrechte/kinderrechte-umfrage-2019)

Beim Thema Kinderrechte gibt es noch reichlich Luft nach oben und auch durch Corona verschlimmert sich die Situation vieler Kinder. Also ist und bleibt es wichtig, Kinder weltweit (mehr) zu schützen.

Lara Lummen

Und wieder ein voller Erfolg!

Trotz der andauernden Corona-Krise erreichte die Redaktion vor wenigen Wochen die freudige Nachricht über den Sieg beim Schülerzeitungswettbewerb der Sparkasse Niederrhein.

Preisverleihung Moers

Foto: Juni 2016, Preisverleihung Sparkassen am Niederrhein

Wieder einmal konnte unsere Online-Schülerzeitung „viewpoint@GAM“ den ersten Platz unter den Grundschulen und Online-Zeitungen im Bereich der Sparkassen am Niederrhein erreichen und somit das Preisgeld in Form eines Gutscheins „mit nach Hause nehmen“.

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation musste leider ebenfalls auf eine persönliche Preisverleihung verzichtet werden, weswegen unsere Redaktion, um eine kleine Feier  im privaten Rahmen nachholen zu können, mit einer Summe von 50€ vertröstet wurde.

Wir hoffen auch die nächsten Jahre wieder auf den ersten Platz und würden uns freuen, wenn wir schon bald neue Gesichter in der Redaktion begrüßen dürften.

Leon Drüen, EPh

Mein Wochenende als Journalistin in Köln

Vier Tage beim Seminar für junge Journalist*innen in Köln. Hier muss ich meine erste Reportage recherchieren und schreiben. Doch wird mir das gelingen?

Meine Mitjournalist*innen und ich im Studio. Hier werden die RTL-Magazine Exklusiv, Explosiv und RTL-Aktuell gedreht.

Es ist Donnerstag Vormittag, der Wind weht. Der Bus hält vor mir, die Türen öffnen sich. Ich wuchte meinen Koffer hinein, will mein Ticket vorzeigen. Der Busfahrer winkt mich mit einem Lächeln weiter. Mit wippenden Beinen sitze ich im Bus, lasse meinen Blick vom Zugticket über den Koffer zum Fenster schweifen. „Nächste Haltestelle: Duisburg Hauptbahnhof“- das ist mein Stichwort, ich steige aus. Kurze Zeit später sitze ich im ICE. Ich halte den bunten Flyer in der Hand. Er hat mich erst dazu gebracht, mich anzumelden.

„Medienwerkstatt der Konrad-Adenauer-Stiftung“ steht in großen Buchstaben darauf. Den Zeitplan habe ich ausgedruckt und auch schon einen Blick darauf geworfen. Später beziehen wir erst unsere Zimmer, dann sollen wir zusammen zur RTL-Mediengruppe laufen, wo sich unser Seminarraum befindet. Anschließend geht es auch schon los: „Was ist eine Reportage? Reportage vs. Bericht“, darüber werden wir sprechen. Gemeinsame Abendessen, noch mehr Infos zum Schreiben von Reportagen. Auch Infos zum „richtigen Foto“ sind dabei. Am Samstag kommt dann das große Finale: ab dem späten Vormittag sollen wir irgendwo in Köln eine Person finden, über die wir bis zum Abend unter dem Titel „Schäl Sick“ eine Reportage geschrieben haben sollen – um 19 Uhr ist Redaktionsschluss. Später erfahren wir, dass es in Köln die „richtige“ Seite gibt, mit dem Dom, und die „falsche“, die „Schäl Sick“. Und ich soll nun ganz alleine losziehen, Leute ansprechen? Jemanden finden, der mit mir redet? Bei diesen Gedanken wird mir ganz mulmig. Und generell, wie werden die Leute sein? Mit wem komme ich auf ein Zimmer?

„Nächster Halt: Messe Köln-Deutz, Ausstieg rechts in Fahrtrichtung“. Ich hieve meinen Koffer von der Gepäckablage. Google-Maps ist schon geöffnet, und ich verlasse den zugigen Bahnhof. Langsam nähert sich der blaue Punkt auf der Karte meinem Ziel, der Jugendherberge. Meine Hände sind eiskalt. Ich sehe den Eingang, atme tief ein- und gehe hinein.

Jetzt geht alles ganz schnell. Auf der Toilette treffe ich eine Gruppe von Mädchen und Jungs, die auch am Seminar teilnimmt, sie alle sind etwas jünger als ich- und sie sind alle zusammen gekommen. Dann tritt ein dunkelhaariges Mädchen im roten Mantel auf mich zu. „Hi, ich bin Jule- du bist auch alleine hier?“, fragt sie und lächelt. Ich grinse zurück. Wir verstehen uns von der ersten Sekunde an. Weil wir viel zu früh da sind, beschließen wir, noch ein bisschen zusammen in die Innenstadt zu gehen. Wir müssen nur einmal über den Rhein, schon sind wir beim Kölner Dom. Wir lachen und quatschen, und langsam fällt die Anspannung von uns ab. „Es ist halb zwei- wir sollten zurück“, sagt jemand und wir kehren zur Jugendherberge zurück.

Dort lerne ich meine Zimmernachbarin kennen. Sie möchte mal Autorin werden, erzählt sie. Wir bestaunen unser Zimmer. Es ist mit Abstand das größte, sodass wir uns abends immer hier mit den Anderen treffen werden. Dann müssen wir runter, lernen unsere Workshopleiterinnen kennen. Christina und Caro heißen sie, beide jung und nett. Nach einem kurzen Fußweg betreten wir alle zusammen eine andere Welt: das RTL- Medienhaus. Außen besteht es aus Backsteinen, „die unter Denkmalschutz stehen“, wie uns am nächsten Tag bei einer Führung erklärt wird. Das Herz des Gebäudes ist ein riesiger Innenhof, mit Pflanzen und kleinen Geschäften. Überall wuseln Menschen herum, Moderatoren, Journalisten.

Mit offenen Mündern laufen wir durch die vielen Gänge, unsere Augen leuchten. Wir kommen zu unserem Seminarraum. Er ist groß, mit Blick auf den Rhein. Wir stellen uns vor, führen miteinander Interviews und lernen uns alle ein bisschen kennen. Dann geht es mit dem Input los: Ich erfahre, was die Unterschiede zwischen einem Bericht und einer Reportage sind, was ich beim Schreiben einer solchen beachten muss. In den folgenden Tagen werden wir auch herausfinden, was eigentlich ein gutes Foto ausmacht. Abends essen wir stets zusammen, das Essen wird von der Stiftung bezahlt.
Am Freitag geht es dann richtig los: von morgens bis abends sitzen wir im Seminarraum, lernen, verstehen, schreiben einen ersten Einstieg in eine mögliche Reportage.

Während einer Führung durch die Studios besichtigen wir auch den Ort, wo „Guten Morgen Deutschland“ gedreht wird. Unsere Seminarleiterin durfte eine Beispielshow moderieren.

In der Mittagspause sollen wir versuchen, ein Foto zu machen- von irgendeiner Person mitten in Köln. Dabei muss der Fokus auf dem Menschen liegen, eine Aktion, Betätigung einfangen. Außerdem sollen wir die Techniken anwenden, die uns vorher erklärt wurden. Goldener Schnitt, Zwei-Drittel-Regel, das richtige Licht: das alles bedenken wir. Zusammen ziehen wir los, sprechen wildfremde Menschen an. Die erste Frau, die ich frage, lehnt kopfschüttelnd ab. Dabei hätte sie ein wirklich schönes Motiv abgegeben, wie sie da mit einem Strauß Blumen an der Rheinpromenade steht und das Gesicht zur Sonne reckt.

Der Kölner Dom ragt auf der anderen Seite zwischen den Häusern hervor. Ich bin enttäuscht, ein bisschen verunsichert, und die anderen sind es auch. Bis eine von uns zwei dunkelhaarige Mädchen überzeugt, sich abbilden zu lasen. Ab hier reagiert beinahe jeder, den wir ansprechen, mit einem Lächeln und hilft uns. Ich habe am Ende einen Straßenmusikanten, eine Fahrradfahrerin in einer leuchtend orangefarbenen Jacke, einen Kaffeeverkäufer, sowie eine dunkelhaarige Frau mit einem Laptop auf dem einen Bein abgebildet. Ich entscheide mich für das Foto mit der „Laptopfrau“, wie wir sie später nennen werden. Auch die anderen haben ausdrucksstarke Fotos: einen Bundeswehrsoldaten, demonstrierende Frauen von der Kölner Suppenküche, einen Mann mit wettergegerbtem Gesicht, der entspannt auf seinem Rollator sitzt. Er hält eine Zigarette zwischen den Fingern.

Freitag Abend sitzen wir in unserem Zimmer, quatschen, tauschen uns aus. Wir alle sind nervös, haben Angst. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich innerhalb weniger Stunden das Material für eine ganze Reportage sammeln soll. Werde ich jemanden finden, der sich mir einfach so öffnet, der Zeit hat, und trotzdem interessant genug ist? Viele haben schon Ideen, Jule möchte zum Beispiel in ein Brautmodengeschäft. Andere werden auf Flohmärkte nach Geschichten suchen, in Brauereien, Museen. Wir müssen jemanden finden, der eine Herausforderung bewältigen muss, und stehen dabei selber vor der allergrößten.

Zu sechst begeben wir uns nach Köln-Mülheim. Mit feuchten Händen steigen wir in den Bus. Fast verpassen wir die richtige Haltestelle, doch als der Bus hält, springen wir gerade noch rechtzeitig durch die Türen. Mit einem leisen „Uff“ schließen sie sich hinter uns. Wir stehen auf einer erhöhten Haltestelle, schauen auf einen belebten Wochenmarkt hinunter. Mit zitternden Beinen steigen wir die breiten Treppenstufen herab. Ein eisiger Wind weht. Die Marktverkäufer schreien um die Wette, preisen ihre Waren an. Wir schlendern zwischen den Ständen unter den leuchtend orangefarbenen Markisen hindurch. Wir alle zittern, teils vor Nervosität, teils wegen des kalten Windes. Stände voller Obst und Gemüse sind um uns herum, Fischverkäufer und regionale Bauern buhlen um die Aufmerksamkeit der Menschen. Einer von ihnen fasziniert mich besonders. Er bietet regionale Produkte an und lächelt mich freundlich an. Mit großen Schritten gehe ich auf ihn zu. „Guten Tag, verkaufen Sie wirklich nur regionales Gemüse?“, frage ich ihn. Ich versuche, unsere Strategien anzuwenden. Erst einmal mit Smalltalk beginnen, und dann freundlich das eigentliche Anliegen schildern. Auf meine Nachfrage, ob ich ihn vielleicht für einige Minuten bei seiner Arbeit begleiten dürfe, antwortet er aber verneinend. Er habe leider keine Zeit, sagt er mit einem letzten Lächeln. Er wendet sich ab und dreht sich zur nächsten Kundin, einer älteren Dame mit geblümten Kopftuch.
Enttäuscht und verunsichert verlassen wir den Markt. Wir wollen in Richtung der Einkaufsstraßen. Wir gehen an einigen Ketten vorbei: KFC, Dm. Doch wir alle wollen eine außergewöhnliche Geschichte, etwas Neues und Faszinierendes.

Plötzlich sehe ich rechts von mir einen kleinen Blumenladen. Draußen stehen einige Osterglocken. Intuitiv spüre ich, das ich hier richtig bin. Ich liebe Blumenläden, das habe ich von meiner Mutter. Bei uns in der Familie haben alle einen grünen Daumen. Ich atme tief ein, dann schiebe ich die weiße Tür auf. Ich werde von einem leisen Bimmeln begleitet, während ich eintrete. Sofort steigt mir der Duft nach Blumen in die Nase. Mohnblumen, Schlehen, Eukalyptus, Rosen. In jedem Winkel des hellen Raumes befinden sich Blumen über Blumen, Karten, Deko, kleine Clowns (passend zur Karnevalszeit). Sofort beruhigt sich mein Herzschlag. Die anderen stehen wie eine Mauer hinter mir. Sie bangen, hoffen mit mir, dass ich Erfolg habe.

So heißt Ellens kleiner Blumenladen mitten in Köln-Mülheim.

„Kann ich Ihnen helfen?“, fragt mich die Frau mit den kurzen blonden Haaren und der grünen Schürze. Sie kommt hinter dem weißen Holztresen hervor. Er grenzt den Verkaufsraum vom Arbeitsraum ab. Hinter ihr bindet eine junge Frau mit langen pinken Haaren einen Strauß zu Ende. Ich schildere meine Situation. „Ich bin von einem Seminar für junge Journalisten von der Konrad-Adenauer-Stiftung, und wir müssen bis heute Abend eine Reportage schreiben. Ihr Laden hat mich irgendwie direkt angesprochen.“, erkläre ich. Sie erklärt sich sofort bereit, mir zu helfen, stellt einen weißen Stuhl neben den Tresen. Ich setze mich und ziehe meinen Block und den Kugelschreiber heraus. Für einige Minuten beobachte ich still das Geschehen. Leute kommen und gehen, sie lacht, redet mit allen. Der Duft der Blumen liegt schwer in der Luft, ist aber nicht unangenehm. Immer wieder hört man das Klacken der Scheren. Als der Kundenstrom kurz abbricht, beginnt sie zu erzählen. Sie heiße Ellen, habe den Laden vor einigen Jahren gegründet. Eine Stunde lang erfahre ich mehr über ihren Beruf, ihre Leidenschaft, ihre Liebe zu den Pflanzen und zur Natur. Sie setzt sich für den Umweltschutz ein, beginnt damit in ihrem eigenen Laden. Seite um Seite mache ich mir Notizen, sauge alles auf. Mit der Zeit nehme ich immer mehr wahr: das leise Plätschern der Heizung, die „kaputt ist“, wie mir Ellen erklärt. Ich entspanne mich, werde sicherer. Endlich kann ich auch die Tipps berücksichtigen, die Caro und Christina uns gegeben haben. Keine geschlossenen Fragen zu stellen zum Beispiel. Das ist auch etwas, was mir vor allem zu Beginn des Gesprächs mehrmals passiert. Nach einer Stunde beschließe ich, dass ich genug Material zusammenhabe. Ich treffe mich mit den anderen, wir holen uns etwas zu essen. Tatsächlich hat jeder von ihnen jemanden gefunden, eine Geschichte gefunden, die erzählt werden will.

Mit dem Bus fahren wir zurück. Euphorisch lachen wir, sind zufrieden mit und ein bisschen überrascht von uns selbst. Die nächsten Stunden vergehen wie im Flug: wir schreiben und schreiben und tippen, bis uns die Finger wehtun.
Pünktlich um 19 Uhr habe ich es dann geschafft: meine erste eigene Reportage ist fertig!

Wir durften Köln auch auf eigene Faust entdecken. Die gemeinsame Zeit hat uns alle zusammengeschweißt.

Laura König, Q1

Angemalt und angeschwärzt – Das Ausmalbuch der AfD

Die Alternative für Deutschland (kurz: AfD) steht momentan nicht nur wegen der aktuellen Wahlen in Thüringen oft in den Medien, sondern neuerdings ebenfalls wegen eines Ausmalbuchs, welches bei einer Veranstaltung der AfD-Landtagsfraktion in Krefeld anstelle der sonst üblichen Flyer am Eingang und an verschiedenen Ständen auslag. Kurz nach den Wahlen erntete die AfD neben vereinzelter Zustimmung scharfe Kritik, die dem Malbuch rassistische und sogar nationalsozialistische Züge zuschrieb. Aber warum ist dies so und was bringt die Menschen dazu, dieses Buch so wahrzunehmen?buch

Bei dem Ausmalbuch handle es sich, laut AfD, um ein „Parodie-Buch“ in welchem die momentane Situation in NRW, aus Sicht der Partei, in Bildern zum Ausmalen dargestellt wurde:

Der Einband des Buches ist in den typischen NRW-Farben (rot, grün und weiß) gehalten und zeigt neben verschiedenen Sehenswürdigkeiten ebenfalls verschiedene Zeichen, wie das Pferd, welches auf dem nordrhein-westfälischen Wappen abgebildet ist. Es wird ebenfalls der Autor des Buches auf dem Einband genannt, welcher sich jedoch unter dem Pseudonym „Roberto Obsauro“ verdeckt hält. Während AfD-Mitglieder das Buch als „Kunstband mit satirischen Skizzen zur Lage des Landes“ beschreiben, sind Politiker verschiedener anderer Parteien schockiert und teilen ihre Meinung unter anderem in sozialen Medien wie Twitter und Instagram, wo sie das Ausmalbuch sowohl als „rassistisch“ als auch als „schockierend“ beschreiben.

Doch was genau schockiert so an den auszumalenden Bildern?

Fremdenfeindliche und faschistische Züge, die von der AfD vehement bestritten werden, sind für viele andere Betrachter unübersehbar. Während die AfD auf die Kunst- und Satirefreiheit hinweist, spiegelt sich der, laut Politiker anderer Parteien, rassistische Inhalt dennoch gut in diesen Bildern wider; so werden unter anderem Menschen mit türkischen Flaggen gezeigt, welche alle eine Waffe in der Hand halten und aus ihren Autos steigen. Auch wird ein Schwimmbad gezeigt, in welchem Menschen mit Knochen im Haar nicht nur Frauen bedrängen, sondern diese auch aus dem Schwimmbad jagen. Über dieser Zeichnung steht die Überschrift „Wir baden das aus“, durch welche die AfD, laut eigener Aussage, nicht nur auf die momentane Lage in NRW hinweisen möchte, sondern auch für sich beansprucht, diese zu lösen zu wissen.

Doch auch Bilder wie „NRW in einer Schüssel voll kochendem Wasser“ oder Zeichnungen, in welchen maskierte Menschen mit Säbeln um den Kölner Dom fliegen, sorgten für viel Aufruhr.

Auch über die Anrede, welche für den Anfang des Buches gewählt wurde, und aus welcher hervorgeht, dass das Malbuch auch für Kinder gedacht sei, zeigten sich viele Bürger empört. In diesem Punkt widerspricht sich die Partei jedoch, da das Buch, laut einer Pressemitteilung, zwar nur „Satire für Erwachsene“ sei, diese Aussage aber nicht mit dem Einband übereinstimmt.

Mittlerweile gab es mehrere Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern, ob „das Buch von Steuergeldern bezahlt“ sei, wozu die Partei jedoch nie Stellung nahm. Während einige Parteien dazu aufforderten, gegen das Malbuch und die AfD strafrechtliche Schritte einzuleiten, ruderte diese mit ihrem Malbuch zurück. So will nun der Fraktionsvorsitzende Wagner nicht mehr, wie vor kurzem angekündigt, die Auflagen erhöhen, sondern möchte diese nun sogar zurückziehen und bezeichnete das eigene Werk als „unfertig“ und mit „nicht annehmbaren Zeichnungen“ versehen.

Was haltet ihr von diesem „Malbuch“?

Leon Drüen, 9a

 

 

 

 

 

Klimaabend am Adolfinum

Am 23. Januar von 18 bis 19.30 Uhr fand der Klimaabend am Adolfinum statt. Hierbei wurde das beim Sponsorenlauf im September gesammelte Geld dem WWF überreicht.

Der Abend begann mit einer Talkshow (vier Stühle, eine Meinung) die von der Klasse 7a organisiert wurde. Die Experten der Show informierten grundlegend über den Regenwald, dem die Spenden zugute kommen sollten.

Anschließend erklärte Frau Dr. Julia Gorricho vom WWF, die aus Kolumbien zu uns nach Deutschland gekommen war, warum der Regenwald schützenswert ist und welche Projekte unsere Spende unterstützt.

Danach kam unser Schulleiter Herr van Stephoudt und die Vertreter der Elternpflegschaft auf die Bühne und überreichten dem WWF den Scheck in Höhe von 17.500€.

Nach herzlichem Dank wurde noch die Klasse 6d geehrt, da sie am Sponsorenlauf als Klasse am meisten gelaufen waren. Außerdem bekam Timon Schöpe aus der Klasse 5d eine Urkunde, weil er die größte Einzelleistung (19,5 km) aller Schüler erbracht hatte.

Abschließend bedankten sich alle und schlossen die Veranstaltung.

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In der nächsten Woche werden wir hier auch noch ein Video veröffentlichen, das unsere Redakteure von der Veranstaltung gedreht haben.

Annika Sohr, 7a

Urbanetix- Von der Straße auf die Bühne

Im November 2019 fand in der Bochumer Jahrhunderthalle die zehnjährige Jubiläumsshow des Streetart- Artisten Projekts Urbanetix statt. Sie trug den Namen „X“- die römische Zehn- und war vom 6. bis zum 17. November mit insgesamt 16 Shows auf der großen Bühne zu sehen. Mit ungefähr 4800 Zuschauern wurde stetig die gesamte Hallenkapazität ausgenutzt.

Auch dieses Jahr wieder führte der beim Publikum sehr beliebte Komiker Rémi Martin mit genialem Humor, Satire und selbstironischen Witzen durch den Abend. Das gesamte Thema der Show waren die letzten zehn Jahre Urbanetix, so wurden die beliebtesten alten Auftritte, Elemente und Musikstücke aufgegriffen und neu kombiniert, um Zuschauer, welche auch in den letzten Jahren dabei waren, nochmals zu erinnern und einen Rückblick für alle zu geben. Außerdem war wieder sowohl ein Orchester, als auch eine Band Teil der wilden Geburtstagsparty auf der Bühne und sie begleiteten die einzelnen Auftritte musikalisch mit Livemusik. Das Bühnenbild ähnelte einer riesigen Treppe, die in alle Auftritte mit einbezogen wurde, sei es als Rampe für die BMX- Fahrer oder als Hindernis für die Parkoursportler. Zudem wurde die Show mit aufwendigen Animationen auf den Bildschirmen im Hintergrund der Bühne und durch gezielte Soundeffekte unterstützt.

Das gesamte Artistenteam bei der Verbeugung

Auch-  und besonders für- die Jubiläumsshow wurde wieder ein vielfältiges Programm mit einzigartigen Künstlern zusammengestellt, ein gelungenes Crossover aus Streetart- Artisten und professionellen Akrobaten, was generell die Idee hinter Urbanetix ist. Auf der Bühne zu sehen waren unter anderem der Franzose und mehrfache Diabolo-Weltrekordhalter Guillaume Karpowicz, Carlos Zaspel, der gemeinsam mit Mario Espanol als Duo am „Flying Pole“, also an der „fliegenden Stange“ auftrat, Aurélien Oudot mit Acrobatic Dance und Michael Hottier mit seiner Akrobatik an den Areal Straps. Sie alle wurden zusammen mit den „urban artists“, den Straßenkünstlern, aus den Bereichen Parkour, Skating, Breakdance, BeatBoxing, Biking, Slackline und Tanz zu einer einzigartigen Show mit insgesamt rund 50 Artisten vereint.

Die Show konnte durch die weitere treue Unterstützung von Partnern und Förderern ermöglicht werden, jedoch wird Urbanetix als Zukunftsprojekt zusätzlich von den Stadtwerken Bochum unterstützt und die langjährige Kooperation für mindestens drei weitere Jahre verlängert. Die Vertreter der Stadt Bochum sind weiterhin sehr von der hohen Relevanz und dem Leuchtturmcharakter des Projektes, das jedes Jahr tausende von Besuchern ins Ruhrgebiet zieht, überzeugt.

Aber wie ist Urbanetix überhaupt entstanden? Die Veranstaltungsagentur Dacapo- Kultur Offensiv entwickelte 2007 die Idee, eine Show zu kreieren, in der junge Bewegungskünstler zusammen mit professionellen Artisten auftreten. Trotz der Ablehnung der Bewerbung bei RUHR.2010- Kulturhauptstadt Europas, fand im Frühjahr von 2009 das erste öffentliche Casting für junge Talente statt, bei dem circa 50 junge Leute zwischen 15 und 26 Jahren, mit bereits erlernten Fähigkeiten in beispielsweise Parkour oder Breakdance, gesucht wurden. Professionelle Trainer betreuten die ausgewählten jungen Leute in mehreren Workshops sowie in einem zweiwöchigen Trainingscamp, um deren Fähigkeiten zu verbessern und gemeinsam Showelelemente einzustudieren. Erste kleinere Auftritte gab es unter anderem auf dem Zeltfestival Ruhr im August 2009.

Ab 2010 erhielt das frisch gegründete Projekt die Möglichkeit, in der ausgeräumten Bochumer Marienkirche zu trainieren, was den Artisten auf 700 Quadratmetern genügend Platz für jegliche Elemente, wie Rampen, Trampoline und Tricking- Bahnen gab. Von Anfang an waren die Regisseure Christian Eggert und Kral- Heinz Helmschrot, der Choreograph Takao Baba und Fachtrainer wie Hugo Noël vom kanadischen Cirque du Soleil Teil des Betreuerteams. Zeitweise kamen auch internationale Artisten hinzu, mit denen dann gemeinsam auf der großen Bühne aufgetreten wurde.

So entwickelte sich aus dem kleinen Projekt, was anfänglich für die Unterstützung von jungen Straßenkünstlern gedacht war, mit tatkräftiger Unterstützung von zahlreichen Sponsoren und der Stadt Bochum selbst über die Jahre hinweg eine beliebte, abwechslungsreiche Show, die jährlich von tausenden Besuchern gesehen wird und mittlerweile charakteristisch für die Bochumer Kulturszene ist.

Hanna Radny, 9a