Der Busfahrerstreik – Hintergründe und Einigungen

Köln, Krefeld, Duisburg und Moers.
Was haben all diese Städte gemeinsam?
Fakt ist: In allen herrschten Streiks. Aber nicht nur dort sondern in vielen weiteren Großstädten NRWs. Diesmal betraf es besonders die Busfahrer, aber nicht nur sie streikten, es streikten auch z.B. Rollfeldarbeiter, Fluglosten, Kitaarbeiter und Beschäftigte der Müllabfuhr.  Sie streikten alle am 21. März 2012.

Doch warum streikten sie und gibt es schon irgendwelche Einigungen?  Die Busfahrer und andere Arbeiter im öffentlichen Dienst sind in einer Gewerkschaft, die sich Ver.di nennt. Diese Gewerkschaft setzt sich dafür ein, dass die Gewerkschaftsangehörigen, also die Arbeiter im öffentlichen Dienst fair behandelt werden. Darunter fällt auch die gerechte Lohnzahlung von Bund und Kommunen. Dies war hier nicht der Fall und das löste den großen Warnstreik der Arbeitnehmer aus.
Die Busfahrer forderten unter anderem einen Lohn der unglaublich hoch klingt, jedoch wenn man sich genauer vor Augen hält, was sie alles leisten müssen, es klar wird, dass dies nur gerecht sein kann.
An diesem Streik nahmen rund 65.800 Beschäftigte in NRW teil. Den Anfang der Streiks machten die Fluglotsen. Auslöser für den Streik war die zu hohe Anzahl der Schichtstunden und dessen zu geringe Bezahlung.
Jetzt streikten die Busfahrer und die anderen Arbeiter im öffentlichen Dienst. Sie sorgten auch wie die Fluglotsen für Ausfälle im öffentlichen Verkehr. Dies gefällt den Pendlern und öffentlichen Verkehrsmittelabhängigen ganz und gar nicht, jedoch können sie es verstehen, dass diese Warnstreiks herrschten.
Auch die Meinungen der Politiker teilten sich zu dem Warnstreik der Gewerkschaft Ver.di. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich der CSU setzte sich mit Ver.di Gewerkschaftsführer Frank Bsirske zusammen, um eine Einigung zu finden.
Die Tarifeinigungen zogen sich endlos lange her. Direkt nach dem Streik am 21.3 wurde die erste Einigungsrunde einberufen, darauf am Donnerstag, den 22.3 die zweite und die dritte einen Tag später am 24.3.2012.
Eine Einigung fand sich zu Gunsten der Busfahrer: Bund und Kommunen müssen deutlich tiefer in die Taschen greifen, denn sie erhalten eine Lohnerhöhung von rund 200 Euro pro Monat. Auch für die Auszubildenden gibt es erfreuliche Vorteile: Sie können nach der Ausbildung eine unbefristete Anstellung beginnen, wenn sie sich nach einem Jahr bewährt haben. Ab dem 1. März 2012 bekommen sie 50 Euro mehr Lohn, ab dem 1. August dann weitere 40 Euro. Außerdem werden die Fahrtkosten zu den Berufsschulen übernommen, wenn sie über dem Eigenanteil liegen.
Doch ob alle Busfahrer mit der Erhöhung des Lohnes zufrieden sind, wird sich zeigen, denn eines ist klar: Die Arbeit, die Busfahrer leisten müssen, werden wohl nie fair bezahlt werden. Wie lange es bis zum nächsten Streik dauert, ist letztendlich abzuwarten…

Philipp Richter, 8a

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